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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Nasdaq behauptet - Dow Jones mit Verlusten

Wieder war der Ölpreis schuld. Hatte er sich am Tag noch relativ moderat gehalten, zog er am Abend plötzlich an und machte einen Sprung auf bis zu 49 Dollar. Die technologielastige Nasdaq behauptete sich zwar, der Dow Jones aber schloss erneut mit einem Minus. "Öl ist und bleibt die Geschichte am Markt", sagte der Stratege von Ehrenkrantz King Nussbaum, Barry Hyman. Händler verwiesen zudem auf Verluste der Ölgesellschaft Exxon Mobil Corp. , die sich belastend auf den Markt ausgewirkt hätten.

dpa-afx NEW YORK. Wieder war der Ölpreis schuld. Hatte er sich am Tag noch relativ moderat gehalten, zog er am Abend plötzlich an und machte einen Sprung auf bis zu 49 Dollar. Die technologielastige Nasdaq behauptete sich zwar, der Dow Jones aber schloss erneut mit einem Minus. "Öl ist und bleibt die Geschichte am Markt", sagte der Stratege von Ehrenkrantz King Nussbaum, Barry Hyman. Händler verwiesen zudem auf Verluste der Ölgesellschaft Exxon Mobil Corp. , die sich belastend auf den Markt ausgewirkt hätten.

Bis Handelsschluss büßte der Dow Jones Industrial Average 0,70 Prozent auf 10 038,90 Punkte ein, während der S & P-500-Index 0,47 Prozent auf 1 108,36 Zähler nachgab. Der marktbreite Nasdaq Composite gewann 0,04 Prozent auf 1 886,43 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 legte 0,11 Prozent auf 1 405,77 Punkte zu.

Marktbeobachtern zufolge könnte der Ölpreis wegen des möglichen Ölverleihs der US-Regierung an vom Hurrikan "Ivan" betroffene Raffinerien so kräftig angezogen und sich wieder dem Allzeithoch genähert haben. Ein Regierungssprecher hatte gesagt, das Energieministerium erwäge, den vom Hurrikan "Ivan" betroffenen Raffinerien an der Golfküste unter Umständen mit Öl aus den strategischen Reserven aushelfen. "Dies wäre eine Wende in der Politik von Präsident Georg W. Bush", sagte ein Händler. Der Markt könnte dies als Zeichen der Angst vor einem zu geringen Ölangebot auffassen. Außerdem hätte dieser Schritt wohl eher kurzfristige Wirkung.

Das Schlusslicht bildete die Ölgesellschaft Exxon Mobil. Die Deutsche Bank hat die Aktie von "Buy" auf "Hold" abgestuft und die Ölbranche von "Overweight" auf "Neutral". Die Aktie verlor in Folge 2,25 Prozent auf 47,76 Dollar.

Dagegen gewannen Wal Mart als Primus im Dow Jones um 1,68 Prozent auf 52,54 Dollar. Sie profitierten von einer UBS-Studie, nach der das Unternehmen eine "zunehmend lohnendere Investment-Idee" sei. Nach Ansicht von UBS kann eine zwei Tage andauernde Analystenkonferenz Anfang Oktober zusätzlich positive Signale für die Margen setzen.

Die Technologiewerte ließen sich von dem Ölpreis nicht beeindrucken - der Nasdaq-Index endete mit leichten Gewinnen. An der Spitze standen Nextel Communications Inc. mit einem Plus von 2,64 Prozent auf 23,31 Dollar. Auch der Anbieter von Halbbleitern für Breitband-Telekomtechnik, Broadcom Corp. , legte kräftig zu und schloss mit einem Plus von 2,23 Prozent auf 28,86 Dollar.

Der kalifornischen Softwarehersteller Peoplesoft gab bekannt, dass die Lizenzumsätze im dritten Quartal bereits die des Konkurrenten Oracle Corp. in seinem Auftaktquartal 2004/05 übertroffen hätten. Den Markt interessierte das offenbar wenig: Die Aktie von Peoplesoft lag zum Handelsschluss mit 0,36 Prozent auf 19,25 Dollar im Minus, die von Oracle sank um 0,81 Prozent auf 11,05 Dollar.

Für wenig Aufregung am Markt sorgten indes die am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturindikatoren. Eine halbe Stunde nach Handelsstart war bekannt gegeben worden, dass der Sammelindex der Frühindikatoren im August stärker gefallen war als von Experten erwartet. Er fiel um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Zudem waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der zurückliegenden Woche um 14 000 auf 350 000 gestiegen. Am Abend veröffentlichte die US-Notenbank das Protokoll einer Sitzung vom 10. August. Sie gaben generell einen positiven Ausblick für US-Wirtschaft. Die Renditen zogen daraufhin an, der Dollar gewann leicht an Wert im Vergleich zu Euro und Yen.

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