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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Schwach - Sorgen über Dollar-Schwäche belasten

Alan Greenspan hat mit seinen Aussagen über die Dollarschwäche die US-Börsen zum Wochenausklang ins Minus gedrückt. Nach den Vortagesgewinnen endeten die Indizes allesamt mit deutlichen Verlusten.

dpa-afx NEW YORK. Alan Greenspan hat mit seinen Aussagen über die Dollarschwäche die US-Börsen zum Wochenausklang ins Minus gedrückt. Nach den Vortagesgewinnen endeten die Indizes allesamt mit deutlichen Verlusten. Der US-Notenbankchef Greenspan hatte in Frankfurt gesagt, das riesige US-Leistungsbilanzdefizit könne im Ausland zu einem geringeren Interesse an Dollar-Anlagen führen. Der Dollar war darauf hin weiter gesunken.

Der Dow Jones sank um 1,09 Prozent auf 10 456,91 Punkte und rutschte damit im Wochenvergleich mit knapp 0,8 Prozent ins Minus. Der breiter gefasste S & P-500-Index verlor 1,12 Prozent auf 1 170,35 Zähler. Der Nasdaq Composite gab um 1,60 Prozent auf 2070,63 Punkte nach, der Nasdaq-100-Index um 1,82 Prozent auf 1 552,11 Zähler.

Es bestehe zwar weltweit immer noch die Bereitschaft, US-Wertpapiere zu kaufen, sagte Greenspan. Es wäre jedoch falsch anzunehmen, dass dies so bleiben müsste. "Greenspan hat damit mehr Sorgen über das Leistungsdefizit ausgelöst, und das schwächt den Dollar erneut", bekräftigte Portfolio-Manager Robert Pavlik von Oaktree Asset Management.

Zu den Gewinnern zählte vor allem die Aktien von Walt Disney . Sie legten um 1,10 Prozent auf 26,66 Dollar zu. Der Medienkonzern rechnet im kommenden Jahr mit einem zweistelligen Gewinnwachstum. Im ersten Quartal werde das Ergebnis jedoch wegen des hohen Vorjahreswertes sinken, hatte Disney-Finanzvorstand Tom Staggs am Vortag nach Börsenschluss gesagt. Der Medien- und Unterhaltungskonzern hatte zudem etwas besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen vorgelegt.

Auch Exxon Mobil legten deutlich zu und standen in der Spitzengruppe des Dow Jones 30. Die Aktie folge dem Trend des Ölpreises, sagten Händler. Exxon gewannen 0,66 Prozent auf 50,38 Dollar.

Die Diskussion um Risiken verschiedener Medikamente drückte Pharmawerte hingegen ins Minus. Die Aktie von Pfizer gab um 1,94 Prozent auf 27,23 Dollar nach, die von Merck & Co. um 0,88 Prozent auf 27,12 Dollar. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte zuvor Aussagen eines hochrangigen Mitarbeiters über mögliche weitere Untersuchungen als Folge des Vioxx-Skandals zurückgezogen. Der stellvertretende FDA-Direktor für den Bereich Wissenschaft und Medizin, David Graham, hatte am Donnerstagabend bei einer Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus gesagt, auch die Medikamente Crestor von Astrazeneca , Meridian von Abbott und Severent von Glaxosmithkline , Bextra von Pfizer und Accutane von Roche hätten Risikopotenzial.

Die Aktie von Mcdonald's gab ebenfalls erneut nach. Sie hatte bereits am Vortag als Schlusslicht des Index geschlossen - am Freitag verlor sie 2,17 Prozent auf 29,30 Dollar. Händler verwiesen erneut auf Aussagen des US-Landwirtschaftsministeriums, laut derer möglicherweise ein zweiter Fall von Rinderwahnsinn in den Vereinigten Staaten aufgetreten ist.

Deutlich abgeben musste auch die Aktie der defizitären US-Fluglinie Continental Airlines , sie verlor 6,17 Prozent auf 10,65 Dollar. Continental muss die Personalkosten wegen anhaltender Millionenverluste weiter reduzieren. Die Ausgaben für Löhne und Bezüge müssten um jährlich 500 Mill. Dollar gedrückt werden, um zu überleben, teilte das Unternehmen am Vorabend mit.

Im Nasdaq 100 verzeichnete die Aktie des US-Chipherstellers Nvidia zunächst deutliche Gewinne und stieg mehr als sechs Prozent. Bis Handelsschluss gab der Wert gleichwohl einige der Gewinne wieder ab und schloss mit einem Plus von 0,53 Prozent auf 18,96 Dollar. Zuvor war bekannt geworden, dass Nvidia und der Branchenkollege Intel ein breit angelegtes, gegenseitiges Lizenzabkommen geschlossen hatten. Die auf mehrere Jahre angelegte Übereinkunft umfasst eine Reihe von Produktlinien und-generationen. Aktien von Intel gaben um 2,58 Prozent auf 24,16 Dollar nach.

Der Wert des US-Softwareunternehmens Novell verzeichnete hingegen Verluste. Novell hatte im vierten Quartal schwarze Zahlen geschrieben, war jedoch beim Umsatz hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben. Prudential stufte den Wert von "Neutral" auf "Underweight" ab, die Aktie gab in Folge um 7,57 Prozent auf 6,59 Dollar nach. Auch Applied Materials verloren nach einem Analystenkommentar, und zwar um 3,74 Prozent auf 16,99 Dollar. Ebenso die Aktie von ATI Technologies, sie gab 4,86 Prozent auf 19,40 Dollar ab. Goldman Sachs hatte die Einstufungen für die zwei Werte gesenkt.

Oracle und Peoplesoft fanden Aufmerksamkeit am Markt - die mehrmals verlängerte Annahmefrist für das milliardenschwere Übernahmeangebot von Oracle für Peoplesoft läuft an diesem Freitag um Mitternacht endgültig aus. Noch am Vortag hatte Oracle heftig für seine Offerte geworben. Die Aktie des Softwarekonzerns gab um 1,70 Prozent auf 12,75 Dollar nach, die von Peoplesoft gewann 1,09 Prozent auf 23,17 Dollar.

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