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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Schwächer - Ölpreis hält US-Börsen fest im Griff

Nach einem vielversprechenden Start im Plus haben sich die Aktienmärkte in den USA am Dienstag nicht gegen den erneut anziehenden Ölpreis stemmen können und mit Verlusten geschlossen.

dpa-afx NEW YORK. Nach einem vielversprechenden Start im Plus haben sich die Aktienmärkte in den USA am Dienstag nicht gegen den erneut anziehenden Ölpreis stemmen können und mit Verlusten geschlossen. Der Dow Jones hatte im frühen Handel die Marke von 10 000 Punkten nur für wenige Minuten zurückerobert, hielt sich anschließend lange knapp darunter und fiel mit dem steigenden Rohölnotierungen im späten Handel markanter ab. Die Indizes an der Nasdaq zeichneten mit einer leichten Verzögerung dieses Bild nach.

Der sämtliche Werte umfassende Nasdaq Composite sank um 0,70 Prozent auf 1922,90 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 0,93 Prozent auf 1 443,80 Punkte nach. An der Nyse sank der Dow Jones um mehr als 120 Punkte unter das morgendliche Tageshoch und war zum Handelsschluss um 0,59 Prozent schwächer bei 9 897,62 Punkten. Der S & P-100-Index gab um 0,78 Prozent auf 530,99 Punkte nach. Der amerikanische Rohölpreis wurde am Abend wieder über 53 Dollar gehandelt. Im Tagesverlauf war er zeitweise bis auf 52,59 Dollar gesunken.

Händler nannten neben dem Rohölpreis als zunehmend gewichtigen Einflussfaktor auf die Märkte die US-Präsidentschaftswahl am 2. November. Bis zu dieser Entscheidung sei mit steigender Zurückhaltung unter den Anlegern zu rechnen, hieß es.

IBM-Aktien gewannen nach positiven Bilanzdaten 4,02 Prozent auf 89,37 Dollar. Wie der weltgrößte Computerkonzern am Vorabend nach Börsenschluss mitteilte, hat er im abgelaufenen dritten Quartal den Gewinn je Aktie vor Sonderposten überraschend deutlich gesteigert. Noch fester schloss der US-Technologiekonzern Texas Instruments , der für das dritte Quartal 32 US-Cent Gewinn pro Aktie (EPS) ausgewiesen hatte und damit ebenfalls deutlich mehr als die von Analysten erwartet. Auch der Umsatz legte stärker als erwartet zu. Das Papier schloss um 6,92 Prozent erholt bei 22,55 Dollar.

Ungeachtet sehr guter Zahlen gaben Ford-Aktien um 3,44 Prozent auf 13,09 Dollar nach. Der weltweit drittgrößte Autobauer übertraf mit einem Gewinn von 15 US-Cent je Aktie die Prognosen der Analysten leicht. Zudem hob Ford seine Gewinnziele für das Gesamtjahr an. Experten sprachen aber von einem unverändert rückläufigen Kerngeschäft. Lediglich die Ergebnisse der Ford-Finanzsparte seien überdurchschnittlich augefallen.

Auch der Nahrungsmittel- und Tabakkonzern Altria übertraf im dritten Quartal beim Gewinn die Markterwartungen. Wie Altria vor Börseneröffnung mitteilte, legte der Gewinn je Aktie (EPS) um 5,7 Prozent auf 1,29 Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt mit 1,25 Dollar gerechnet. Die Aktie schloss unverändert bei 47,40 Dollar.

Wichtige Nasdaq-Aktien wie Intel oder Apple profitierten nur kurz von den guten Quartalszahlen der Standardwerte IBM und Texas Instruments und verloren aber bis zum Abend spürbar an Kraft.

Intel Corp. retteten ein schmales Plus von 0,05 Prozent und schlossen bei 20,80 Dollar. Apple Computer Inc. gaben um 0,69 Prozent auf 47,42 Dollar nach. Apple hatte im frühen Handel bei 44,40 Dollar ein 52-Wochen-Hoch markiert. Auch Qualcomm erreichten am Morgen ein neues Jahreshoch und fielen anschließend markant zurück. Die Aktie schloss um 1,83 Prozent leichter bei 42,80 Euro.

Nachdem Merrill Lynch bei der Aktie von BEA Systems Inc. das Kursziel erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt hatte, stieg die Aktie zur Nasdaq-100-Spitzengruppe auf und gewann 3,24 Prozent auf 7,96 Dollar. Knapp zwei Wochen vor Veröffentlichung der Quartalszahlen sind die Analysten zuversichtlich, dass BEA Systems die eigenen, "konservativen Prognosen" erreichen wird. Nach dem signifikanten Veränderungen im vergangenen halben Jahr habe sich die Unternehmenslage nun stabilisiert.

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