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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Starke Verluste - Indizes schließen auf TagestiefDPA-Datum: 2004-07-21 22:37:58

(dpa-AFX) NEW York - An den US-Börsen sind die Indizes am Mittwoch mit erheblichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Damit erwies sich der "Microsoft-Effekt", der im frühen Handel noch eine optimistische Stimmung ausgelöst hatte, als nicht nachhaltig. Der Nasdaq Composite fiel wieder deutlich unter die Marke von 1.900 Punkten zurück. Auch der Dow Jones schloss nahezu auf Tagestief - die Marke von 10.000 Punkten geriet aber nicht in Gefahr.

(dpa-AFX) NEW York - An den US-Börsen sind die Indizes am Mittwoch mit erheblichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Damit erwies sich der "Microsoft-Effekt", der im frühen Handel noch eine optimistische Stimmung ausgelöst hatte, als nicht nachhaltig. Der Nasdaq Composite fiel wieder deutlich unter die Marke von 1.900 Punkten zurück. Auch der Dow Jones schloss nahezu auf Tagestief - die Marke von 10.000 Punkten geriet aber nicht in Gefahr.

Besonders betroffen von den Verlusten waren Technologiewerte. "Es gibt die Sorge, dass die Unternehmenszahlen im zweiten Halbjahr nicht mehr so robust sein werden und damit die Erwartungen enttäuschen könnten", sagte Owen Fitzpatrick von der New Yorker Niederlassung der Deutschen Bank im Gespräch mit CBS Marketwatch. Entsprechend setzten in der zweiten Hälfte der Sitzung Gewinnmitnahmen ein.

So schloss der Wall-Street-Leitindex Dow Jones < Indu.IND > den Handel um 1,01 Prozent geschwächt bei 10.046,13 Punkten ab. Sein Tageshoch hatte der Index am Mittag bei 10.237 Punkten erreicht. Der S & P 500 < INX.IND > war bei 1.093,88 Zählern um 1,33 Prozent leichter. Noch heftiger traf es den Nasdaq Composite Index < Compx.IND > , der mit klaren Verlusten von 2,23 Prozent bei 1.874,37 Punkten auf einem Jahrestiefstand schloss. Der Auswahlindex Nasdaq 100 < NDX.X.IND > sank um 2,43 Prozent auf 1.386,57 Zähler.

Technologieaktien wurden bei hohem Handelsvolumen ohne Unterschied verkauft. So zählte der Mobilfunkanbieter Nextel Communications < Nxtl.NAS > < Nxca.FSE > ungeachtet guter Bilanzzahlen zu den schwächsten Aktien an der Nasdaq und gab um 5,92 Prozent auf 24,46 Dollar nach. Nextel hatte im zweiten Geschäftsquartal Gewinn und Umsatz überraschend stark gesteigert und den Jahresausblick bekräftigt.

Gegen den Trend im Plus halten konnte sich die Microsoft-Aktie < Msft.NAS > < MSF.FSE > , die um 1,91 Prozent auf 28,86 Dollar anzogen. Insgesamt wird der Softwarekonzern in den kommenden vier Jahren insgesamt 75 Milliarden Dollar ausschütten. Microsoft kündigte nach Börsenschluss am Vortag eine Dividendenverdoppelung und eine einmalige Sonderdividende von drei Dollar je Aktie, insgesamt rund 32 Milliarden Dollar, an. Außerdem kauft Microsoft in den kommenden vier Jahren eigene Aktien im Wert von bis zu 30 Milliarden Dollar zurück. Es handelt sich um die mit Abstand größte Zahlung, die je ein Unternehmen an die eigenen Aktionäre geleistet hat.

Die Gewinnmitnahmen belasteten die Aktie des Serverherstellers Sun Microsystems < Sunw.NAS > < SSY.FSE > , der am Dienstagabend Zahlen vorgelegt hatte, überdurchschnittlich. Der Kurs schloss um 7,79 Prozent schwächer bei 3,79 Dollar. Im abgelaufenen Quartal hatte der Konzern schwarze Zahlen geschrieben und zum ersten Mal seit drei Jahren wieder steigende Umsätze verbucht.

Im Plus halten konnten sich aber ausgewählte Standardwerte wie JP Morgan Chase < JPM.NYS > < CMC.ETR > . Die Aktie der zweitgrößten US-Bank stieg nach der Quartalsbilanz um 1,15 Prozent auf 36,82 Dollar. Der Konzern rutschte im zweiten Quartal zwar wegen einer um 2,3 Milliarden Dollar erhöhten Vorsorge für Prozessrisiken in die Verlustzone. Ohne die Erhöhung der Prozessreserve betrug der Gewinn je Aktie aber 0,85 Dollar und übertraf damit die durchschnittliche Analystenerwartung von 0,83 Dollar.

Die Papiere des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer < PFE.NYS > < PFE.FSE > sank nach der Vorlage von Quartalszahlen um 1,02 Prozent auf 32,00 Dollar. Pfizer hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr bestätigt, nachdem im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn je Aktie im Rahmen der Erwartungen ausfielen.

Auch Aktien von General Motors (GM) < GM.NYS > < GMC.FSE > fielen nach der Vorlage von guten Zahlen zurück und schlossen bei 43,35 Dollar um 0,57 Prozent schwächer. Der weltgrößte Autokonzern hat laut Händlern dank eines deutlichen Gewinnplus in der Finanzsparte die Umsatz- und Ertragsschätzungen des Marktes übertroffen.

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