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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Trotz Rekord-Ölpreis Gewinne

Die US-Börsen haben am Mittwoch einem neuen Rekordhoch beim Ölpreis und negativen Unternehmensnachrichten getrotzt und mit Gewinnen geschlossen. An einem relativ impulsarmen Handelstag legten die Indizes vor allem in den letzten Stunden kräftig zu. Der Dow Jones Industrial Average stieg bis Börsenschluss um 0,61 Prozent auf 10 239,92 Punkte, während der S & P-500-Index um 0,71 Prozent auf 1 142,05 Zähler kletterte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 schloss mit einem Plus von 0,86 Prozent auf 1 474,36 Punkte. Der marktbreite Nasdaq Composite gewann 0,79 Prozent auf 1971,03 Zähler.

dpa-afx NEW YORK. Die US-Börsen haben am Mittwoch einem neuen Rekordhoch beim Ölpreis und negativen Unternehmensnachrichten getrotzt und mit Gewinnen geschlossen. An einem relativ impulsarmen Handelstag legten die Indizes vor allem in den letzten Stunden kräftig zu. Der Dow Jones Industrial Average stieg bis Börsenschluss um 0,61 Prozent auf 10 239,92 Punkte, während der S & P-500-Index um 0,71 Prozent auf 1 142,05 Zähler kletterte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 schloss mit einem Plus von 0,86 Prozent auf 1 474,36 Punkte. Der marktbreite Nasdaq Composite gewann 0,79 Prozent auf 1971,03 Zähler.

Marktbeobachter verwiesen auf den am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht. Investoren hofften auf einen Katalysator für einen Aufwärtstrend, hieß es. Diese Einschätzung bestätigte S.W. Bach-Analyst Peter Cardillo. "Der Markt versucht, sich von der Preisentwicklung des Öls abzukoppeln", sagte er.

Unterdessen überschritt der Rohölpreis in New York erstmals die Marke von 52 Dollar. Mit 52,02 Dollar erreichte der Preis für ein Barrel (159 Liter) zur Novemberauslieferung einen neuen Rekord. Am Vortag war erstmals die 51-Dollar-Marke übersprungen worden. Der Preis schnellte noch einmal nach oben, als der neueste Umfang der Öllagerbestände in den Staaten veröffentlich wurde.

Alcoa Inc. legten zu nach einer für das Unternehmen günstigen Entscheidung des US-Handelsministeriums. Die Behörde hatte geurteilt, dass das südafrikanische Unternehmen Hulett Aluminum eine bestimmte Sorte Aluminium in den USA unter dem Marktpreis verkauft habe. Die Aktie von Alcoa gewann 1,79 Prozent auf 34,16 Dollar und lag damit in der Spitzengruppe des Dow Jones 30.

Abgeschlagen am Index-Ende lagen hingegen die Aktien von Merck . Sie verloren 5,26 Prozent auf 31,67 Dollar. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" ist die US-Gesundheitsbehörde FDA der Meinung, dass bei einer Behandlung mit dem Pfizer-Medikament Celebrex anstatt des Merck-Präparats Vioxx mehr als 27 000 Herzattacken hätten verhindert werden können. Die FDA habe dies in einer Untersuchung festgestellt.

Negative Nachrichten kamen auch von Delphi . Der weltgrößte Autozulieferer hat seine Prognose für das dritte Quartal wegen des hohen Wettbewerbs- und Kostendrucks nach unten korrigiert. Für das Gesamtjahr 2004 peilt der Konzern nun einen Proforma-Gewinn von 232 bis 289 Mill. Dollar an, bislang war von 400 bis 500 Mill. Dollar die Rede gewesen. Delphi brachen in Folge um 4,94 Prozent auf 8,85 Dollar ein.

Auch der weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart gab sich mit Blick auf sein drittes Quartal verhalten: Der Gewinn werde wahrscheinlich am unteren Ende der eigenen Erwartung liegen, hieß es. Das Ergebnis je Aktie (EPS) tendiere eher zu 52 US-Cent als zu 54 Cent, teilte die Gesellschaft bei einer Analystenkonferenz mit. Die Aktie kam jedoch mit einem blauen Auge davon: Wal Mart legten 1,07 Prozent auf 53,98 Dollar zu.

Unter den Technologiewerten verzeichneten Chiron im Tagesverlauf Verluste, konnten sich jedoch in den letzten Handelsstunden in die Gewinnzone retten. Sie schlossen mit einem Plus von 0,90 Prozent auf 38,32 Dollar. Das in Emeryville (Kalifornien) ansässige Biotechnologieunternehmen wird in der Grippesaison 2004/2 005 keinen Impfstoff in den USA verkaufen. Die britische Pharma-Aufsichtsbehörde Mhra (Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency) hatte nach Chiron-Angaben die Lizenz zur Produktion des Grippeimpfstoffs "Fluvirin" in dem Betrieb in Liverpool für drei Monate entzogen.

Diese Impfstoff-Fabrik versorgt den US-Markt fast zur Hälfte. Die britische Aufsichtsbehörde habe betont, dass das Chiron-Produktionsverfahren nicht mit den britischen Vorschriften im Einklang stehe. Bei diesen negativen Nachrichten konnte ein positiver Analystenkommentar nicht gegensteuern. UBS hatte die Aktie auf "Neutral" hochgestuft.

Knight-Aktien verzeichneten Verluste. Das Unternehmen hatte vorbörslich einen Verlust im Quartal bis Ende September angekündigt. Analysten hatten aber mit einem Gewinn gerechnet. Die Aktie büßte 2,09 Prozent auf 9,39 Dollar ein.

Apollo Group hatte für das vierte Geschäftsquartal einen operativen Gewinn je Aktie von 0,52 Dollar gemeldet und damit die Markterwartungen übertroffen. Der Spezialist für die Erwachsenenbildung verzeichnete jedoch ungeachtet dieser positiven Nachrichten ein Minus von 2,97 Prozent auf 73,95 Dollar und war damit zweitschwächster Wert im Nasdaq 100.

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