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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Uneinheitlich - Merck & Co brechen massiv ein

Der Rückruf eines umsatzstarken Medikaments durch den US-Pharmakonzern Merck & Co hat den New Yorker Dow-Jones-Index am Donnerstag belastet. Auch der zuletzt wieder gestiegene Ölpreis trübte laut Händlern die Stimmung. Die neuesten US-Konjunkturdaten seien gemischt ausgefallen, hieß es. So legte der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago im September überraschend deutlich zu. Anderseits stiegen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der zurückliegenden Woche überraschend.

dpa-afx NEW YORK. Der Rückruf eines umsatzstarken Medikaments durch den US-Pharmakonzern Merck & Co hat den New Yorker Dow-Jones-Index am Donnerstag belastet. Auch der zuletzt wieder gestiegene Ölpreis trübte laut Händlern die Stimmung. Die neuesten US-Konjunkturdaten seien gemischt ausgefallen, hieß es. So legte der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago im September überraschend deutlich zu. Anderseits stiegen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der zurückliegenden Woche überraschend.

Der Leitindex schloss 0,55 Prozent im Minus bei 10 080,27 Punkten. Der S & P-500-Index fiel um 0,02 Prozent auf 1 114,58 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann dagegen 0,13 Prozent auf 1 412,74 Punkte. Der marktbreite Nasdaq Composite stieg um 0,15 Prozent auf 1 896,84 Zähler nach.

Aktien des US-Pharmakonzerns Merck brachen nach dem Rückzug des verkaufsstarken Arthritis- und Schmerzmedikaments Vioxx um 26,78 Prozent auf 33,00 Dollar ein. Hintergrund für den Rückzug sind erhöhte Risiken von Herzattacken und Schlaganfällen. Die Analysten von Goldman Sachs halten die Rücknahme von Vioxx durch Merck & Co. für einen "deutlichen Rückschlag" für das Unternehmen. Das Medikament brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 2,5 Mrd. Dollar (2 Mrd Euro). Vioxx war damit eines der wichtigsten Arzneimittel für Merck. Der Stopp wird den Gewinn deutlich reduzieren.

Von der Vioxx-Pleite profitierte die Aktie des Konkurrenten Pfizer , die um 1,39 Prozent auf 30,60 Dollar zugelegte. Der weltgrößte Pharmakonzern hält sein Arthrosemedikament Celebrex für sicher. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wurde bei einer von der US-Gesundheitsbehörde FDA in Auftrag gegebenen aktuellen Studie kein erhöhtes Risiko von Herzerzkrankungen festgestellt. Schering-Plough gewannen 3,03 Prozent auf 19,06 Dollar.

Trotz positiver Nachrichten aus der Chipbranche schlossen Intel-Aktien nach anfänglichen Gewinnen 0,05 Prozent schwächer auf 20,06 Dollar. Advanced Micro Devices (AMD) gewannen 1,56 Prozent auf 13,00 Dollar, während Analog Devices um 0,36 Prozent auf 38,78 Dollar zulegten. Texas Instruments büßten 0,56 Prozent auf 21,28 Dollar ein. Die weltweiten Halbleiterumsätze sind im August im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent auf 18,2 Mrd. Dollar gestiegen. Wie der Branchenverband Semiconductor Industry Association (SIA) am Donnerstag mitteilte, belief sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 34,2 Prozent.

Die Aktien von Micron Technology verloren nach Vorlage von Zahlen 0,58 Prozent auf 12,03 Dollar. Der Dram-Speicherchiphersteller hatte am Vorabend für das vierte Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 14 US-Cent ausgewiesen und damit die Markterwartungen verfehlt. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten im Schnitt mit 20 Cent gerechnet.

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