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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Uneinheitlich - Ölpreis und Intel belasten

Belastet von einem wieder steigenden Ölpreis, der anhaltenden Dollarschwäche und einer Herabstufung des Chipherstellers Intel haben die US-Börsen am Dienstag uneinheitlich geschlossen.

dpa-afx NEW YORK. Belastet von einem wieder steigenden Ölpreis, der anhaltenden Dollarschwäche und einer Herabstufung des Chipherstellers Intel haben die US-Börsen am Dienstag uneinheitlich geschlossen.

Der Dow Jones stieg um 0,03 Prozent auf 10 492,60 Punkte. Der breiter gefasste S & P-500-Index verlor 0,03 Prozent auf 1 176,94 Zähler. Der Nasdaq Composite gab um 0,04 Prozent auf 2084,28 Punkte nach, der Nasdaq-100-Index verlor 0,36 Prozent auf 1 562,60 Zähler.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg bis auf 50,28 Dollar und notierte damit zum ersten Mal seit dem 4. November wieder über 50 Dollar. Am Abend sank der Preis wieder auf 48,83 Dollar. "Die Unsicherheit über die Rohölvorräte in den USA habe den Ölpreis auf eine Berg- und Talfahrt geschickt", sagten Händler.

Der Euro stieg erstmals über 1,31 Dollar. In der Spitze wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,3 105 Dollar gehandelt. Am Abend kostete der Euro 1,3 083 Dollar. Devisenexperten verwiesen auf Aussagen des russischen Finanzministeriums, nach denen das Land seine Devisenreserven in Dollar reduzieren und in Euro erhöhen will.

Bester Wert im Dow Jones war Mcdonald's mit einem Aufschlag von 2,45 Prozent auf 30,10 Dollar. Der Chef der weltgrößten Fastfood-Kette, Charlie Bell, ist nach nur rund sieben Monaten wegen einer Krebserkrankung zurückgetreten. Sein Nachfolger werde Jim Skinner, teilte das Unternehmen am Montagabend in Oak Brook mit. Der bisherige Vice Chairman Skinner rückt zudem in den Verwaltungsrat des Unternehmens auf. AIG legten 2,15 Prozent auf 64,20 Dollar zu. Der Versicherer hatte zuvor erklärt, er habe der Börsenaufsicht SEC zu den anhängenden Untersuchungen wegen unlauterer Geschäftspraktiken einen Einigungsvorschlag unterbreitet. Zudem habe er eine prinzipielle Einigung mit dem US-Justizministerium erreicht.

Time Warner kletterten um 2,75 Prozent auf 17,94 Dollar. Der Medienkonzern steht einem Pressebericht zufolge im SEC-Verfahren wegen fehlerhafter Bilanzierung der Sparte American Online (AOL) vor einem Vergleich mit der US-Wertpapieraufsichtsbehörde. Deere stiegen um 2,18 Prozent auf 70,21 Dollar. Der Hersteller von Landmaschinen hat im vierten Quartal mit 1,41 Dollar je Aktie deutlich mehr verdient als von Experten erwartet. Von First Call befragte Analysten hatten im Durchschnitt nur mit 0,99 Dollar gerechnet.

Schlechtester Wert im Standardwerte-Auswahlindex waren Intel mit einem Abschlag von 3,03 Prozent auf 23,37 Dollar. CSFB hatte den Chipwert von "Outperform" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 25 auf 22 Dollar reduziert. H.J. Heinz verloren 1,59 Prozent auf 37,78 Dollar. Der Ketchup-Hersteller hat im zweiten Quartal mit 56 US-Cent weniger verdient als von Experten erwartet. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 59 Cent gerechnet.

Bester Wert im Nasdaq 100 waren Kmart Holding mit einem Aufschlag von 6,73 Prozent auf 104,30 Dollar. Instinet legten 1,80 Prozent auf 6,22 Dollar zu. Der Mutterkonzern Reuters hatte zuvor bestätigt, einen Verkauf seiner Aktienmehrheit zu prüfen. Sirius Satellite Radio schossen um 12,40 Prozent auf 6,71 Dollar. Der Satelittenradiosender hat inzwischen nach eigenen Angaben mehr als 800 000 Kunden. Bis zum Jahresende soll die Zahl auf eine Million steigen.

Ask Jeeves erhöhten sich um 3,53 Prozent auf 24,02 Dollar. JP Morgan hatte die Aktie von "Neutral" auf "Overweight" heraufgestuft. Zur Begründung verwiesen die Analysten auf den niedrigen Kurs und den zu erwartenden Umsatzanstieg im vierten Quartal.

Schlechtester Wert im Technologie-Auswahlindex waren Express Scripts mit einem Abschlag von 4,11 Prozent auf 72,25 Dollar. Wachovia hatte den Pharma-Dienstleister von "Market perform" auf "Underperform" gesenkt. Die schwachen Ergebnisse seien kein kurzfristiges Problem. Sie seien der letzte Beweis für einen langfristigen Trend, urteilte Analyst Eric Veiel. In den kommenden zwölf Monaten werde der Kurs wohl zwischen 61 und 65 Dollar schwanken, lautete die Prognose.

Brocade Communications Systems verloren 3,92 Prozent auf 6,87 Dollar. Der Netzwerkzulieferer hatte im vierten Quartal mit bereinigt sieben Cent je Aktie einen Cent mehr als von Analysten erwartet verdient. Bed Bath and Beyond gaben 2,05 Prozent auf 41,10 Dollar nach. Lehman Brothers hatte die Umsatzprognose für das dritte Quartal des Einzelhändlers gesenkt und die Aktie deshalb von "Overweight" auf "Equalweight" herabgestuft. In seiner am Dienstag in New York vorgelegten Studie kürzte Analyst Alan Rifkin das Kursziel zugleich von 50 auf 44 Dollar.

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