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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Uneinheitlich - Rekord-Ölpreis drückt Stimmung

Ein neues Rekordhoch beim Ölpreis hat am Dienstag den Aufwärtstrend der US-Börsen beendet. Lediglich die technologiestarken Börsen schlossen mit leichten Gewinnen. Der Dow Jones Industrial Average fiel bis Börsenschluss um 0,38 Prozent auf 10 177,68 Punkte, während der S & P-500-Index um 0,06 Prozent auf 1 134,49 Zähler sank. Der Auswahlindex Nasdaq 100 hingegen ließ sich nicht beeindrucken und schloss trotz zwischenzeitlicher Verluste mit einem Plus von 0,19 Prozent auf 1 461,76 Punkte. Der marktbreite Nasdaq Composite gewann 0,16 Prozent auf 1955,50 Zähler.

dpa-afx NEW YORK. Ein neues Rekordhoch beim Ölpreis hat am Dienstag den Aufwärtstrend der US-Börsen beendet. Lediglich die technologiestarken Börsen schlossen mit leichten Gewinnen. Der Dow Jones Industrial Average fiel bis Börsenschluss um 0,38 Prozent auf 10 177,68 Punkte, während der S & P-500-Index um 0,06 Prozent auf 1 134,49 Zähler sank. Der Auswahlindex Nasdaq 100 hingegen ließ sich nicht beeindrucken und schloss trotz zwischenzeitlicher Verluste mit einem Plus von 0,19 Prozent auf 1 461,76 Punkte. Der marktbreite Nasdaq Composite gewann 0,16 Prozent auf 1955,50 Zähler.

Die Ölpreise erreichten wegen der anhaltenden Produktionsbehinderung im Golf von Mexiko neue Rekordstände. Sie stiegen in New York erstmals über 51 Dollar. Der US-Rohölpreis legte im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex in der Spitze auf 51,29 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Der Markt habe längere Zeit gebraucht, um zu realisieren, wie ernst die Lage am Golf von Mexiko ist, sagte Seth Kleinman, Analystin bei PFC Energy. Die Förderung im Golf von Mexiko ist noch immer 28 Prozent niedriger als normal, nachdem Hurrikan Ivan mehrere Bohrinseln zerstört und andere beschädigt hatte.

Pan Agora-Analyst Edgar Peters äußerte sich gleichwohl verhalten positiv. Seiner Ansicht nach steuern attraktive Bewertungen den vom Ölpreis ausgehenden negativen Impulsen entgegen. Die Bewertungen regten Käufer an, sagte er. "50 Dollar ist viel für Öl und wird die Kosten steigen lassen - aber die Unternehmen sind robust genug, um das abfedern zu können."

Negative Impulse kamen indes auch von der Konjunkturseite: Der US-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe sank im September überraschend. Außerdem stieg die Zahl der Neuankündigungen von Massenentlassungen im September auf den höchsten Stand seit Januar. Händlern zufolge wurden die Daten aber am Markt zunächst kaum beachtet.

Hewlett-Packard Co. als zwischenzeitliches Schlusslicht des Dow Jones 30 machten gegen Handelsende einige Verluste wieder wett und gaben 0,42 Prozent auf 18,98 Dollar nach. JP Morgan hatte die Bewertung für das Unternehmen von "Overweight" auf "Neutral" gesenkt. Die für das restliche Jahr zu erwartende schwache Nachfrage auf dem Computermarkt sei bedenklich, hieß es. Weitere Analysten sagten, das Unternehmen sei mit der derzeitigen Kostenstruktur nicht ausreichend auf den Wechsel von Unix-Systemen hin zu Standardservern mit niedrigeren Margen vorbereitet.

IBM-Aktien legten nach einem positiven Analystenkommentar 0,18 Prozent auf 87,32 Dollar zu. JP Morgan hatte den Titel "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft.

Schlusslicht des Dow Jones 30 war die Aktie der American International Group mit einem Minus von 2,91 Prozent auf 66,50 Dollar.

Die technologiestarken Börsen nahmen indes sowohl Ölpreis als auch eine gesenkte Umsatzprognose US-Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) ziemlich gelassen. Auch die Abstufungen von Hewlett-Packard und Peoplesoft weiteten sich nicht auf die Branche aus.

Peoplesoft-Aktien stiegen um 2,84 Prozent auf 22,83 Dollar, obwohl die Banc of America Securities das Unternehmen von "Buy" auf "Neutral" abgestuft hatte. Der zuständige Analyst Robert Stimson sagte, der derzeitige Aktienwert beinhalte bereits das kürzliche Übernahmeangebot des Konkurrenten Oracle .

Netflix-Aktien gewannen 4,64 Prozent auf 18,05 Dollar. Der DVD-Verleiher hatte angekündigt, dass die Quartalsergebnisse besser ausfallen werden als derzeit im Marktdurchschnitt erwartet wird.

Negative Unternehmensnachrichten zogen Advanced Micro Devices (AMD) zunächst ins Minus. Der US-Chiphersteller erwartet, dass der Umsatz im soeben abgelaufenen dritten Quartal niedriger ausgefallen ist als zunächst angekündigt. Es sei aber weiterhin mit einem höheren Gewinn zu rechnen als im zweiten Quartal, hieß es am späten Montagabend. Im Tagesverlauf konnte sich die Aktie weitgehend von den Verlusten erholen und schloss mit einem Minus von 0,15 Prozent auf 13,68 Dollar.

Konkurrent Intel ließ sich nicht in Mitleidenschaft ziehen. Die Aktie legte um 0,90 Prozent auf 21,32 Dollar zu.

Epix Pharmaceuticals brachen ein, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassungsprüfung für MS-325 um drei Monate verlängert hatte. Epix entwickelt das Kontrastmittel für die Magnetresonanz-Angiographie gemeinsam mit Schering . Das Papier rutschte um 15,05 Prozent auf 16,99 Dollar.

Zu den Verlierern im Nasdaq 100 zählte nach der Bekanntgabe von Verkehrszahlen auch das Papier von Ryanair Holdings Plc . Es verlor 4,85 Prozent auf 28,07 Dollar und bewegte sich damit in der Schlussgruppe des Index, obwohl die Fluggesellschaft im September ihre Passagierzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17 Prozent gesteigert hatte.

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