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Aktien Schweiz Schluss: Fallender Ölpreis und CS Group treiben SMI nach oben

Die Schweizer Aktien haben am Dienstag zugelegt. Der Swiss-Market-Index (SMI) stieg 40,4 Punkte oder 0,73 Prozent auf 5 561,1 Stellen,der breiter gefasste SPI rückte 27,72 Punkte (+0,68 Prozent) auf 4 131,68 Zähler vor.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien haben am Dienstag zugelegt. Der Swiss-Market-Index (SMI) stieg 40,4 Punkte oder 0,73 Prozent auf 5 561,1 Stellen,der breiter gefasste SPI rückte 27,72 Punkte (+0,68 Prozent) auf 4 131,68 Zähler vor. Neben den Kursgewinnen des Schwergewichts Credit Suisse Group habe sich der Rückgang des Ölpreises ausgewirkt, sagten Händler. Bei den Branchen gingen vor allem die Lebensmittel- und die Maschinenwerte zurück. Im Aufwind befanden sich hingegen die Baustoffwerte.

Im Rampenlicht standen Dienstag die Credit Suisse Group (CSG), die am Investorentag die Zusammenlegung der Sparten Credit Suisse und Credit Suisse First Boston (CSFB) kommuniziert hat. Schon bald wird die Grossbank mit nunmehr drei Bereichen unter einem gemeinsamen Markennamen auftreten.

Die Aktie der CSG stiegen um 4,3 Prozent auf 46,95 Franken die größten Kursgewinne. Neben der Zusammenlegung der beiden Sparten hat die Credit Suisse auch mitgeteilt, die Versicherungstochter Winterthur auf einen Börsengang vorzubereiten. Ebenfalls Anklang hat bei den Anlegern die Erhöhung der Dividende um rund 1,5 Franken pro Aktie gefunden. Analysten zeigten sich von diesen Änderungen nicht überrascht und bezeichneten die Gewinnziele als ambitiös.

Die übrigen Bankentitel UBS AG (+0,2 Prozent auf 93,65 Franken) und Julius Bär Holding AG (+0,4 Prozent auf 337,50 Franken) entwickelten sich etwas schlechter. Die UBS hat von Julius Bär das Wealth Management-Geschäft Nordamerika gekauft, wie gestern nachbörslich bekannt wurde. Julius Bär will nun stattdessen die Aktivitäten in Deutschland ausbauen.

Der Versicherungssektor wurde bis Handelsschluss kaum mehr vom jüngsten Gerichtsurteil zu den Anschlägen vom 11. September belastet. Zu den betroffenen Versicherungen gehört von den Schweizer Versicherern allerdings nur die Zurich American Insurance, eine Tochtergesellschaft der Zurich Financial Services AG (ZFS) . Die Aktien standen bei Handelsschluss 0,1 Prozent auf 181,50 Franken tiefer. ZFS rechnet mit möglichen Belastungen von 0 bis 45,7 Mill. Dollar. Der definitive Betrag werde nun in einem Einschätzungsverfahren ermittelt. Swiss Re (+0,6 Prozent auf 79,80 Franken) sind vom Gerichtsurteil nicht betroffen.

Ein uneinheitliches Bild zeigte sich bei den Zyklikern. Während Richemont AG (+1,4 Prozent auf 36,15 Franken) und Swatch Group AG (+1,9 Prozent auf 32,75 Franken) größere Gewinne verzeichneten, verharrten Lonza Group AG unverändert bei 62,15 Franken und Clariant AG gaben 1,6 Prozent auf 18,00 Franken nach.

Ähnlich präsentierten sich die Technologie-Werte. Kudelski SA (+0,7 Prozent auf 42,75 Franken) machten die anfänglichen Verluste nach einer Rückstufung der UBS auf "Neutral 2" von "Buy 2" bis Handelsende wieder wett. ABB Ltd verloren 0,2 Prozent auf 6,26 Franken und schafften es damit fast in die Gewinnzone. Standard and Poor's hat den Ausblick für Verbindlichkeiten von "positiv" auf "stabil" gesenkt, da infolge der Verzögerungen im Asbest-Vergleich Unsicherheiten entstanden seien. Unaxis Holding AG standen 0,1prozent tiefer auf 116,50 Franken.

Überdurchschnittliche Gewinne verzeichneten Novartis AG (+0,7 Prozent auf 56,20 Franken) und Roche Holding AG (+1,1 Prozent auf 122,90 Franken), die beide von positiven Studienresultaten profitierten. Roche gaben Ergebnisse zu Mabthera bekannt und Novartis zum Medikament Icl670, das bei chronischer Eisenüberladung seine Wirkung zeigt. Nestle SA verloren dagegen 0,3 Prozent auf 295,00 Franken. Nestlé DE beteiligt sich mit 49prozent an der deutschen Wagner Pizza. Aus charttechnischer Sicht sei der mittelfristige Abwärtstrend bei Nestlé intakt, sofern die Aktie unter 290 Franken fallen würde, heißt es bei der ZKB.

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