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Aktien Schweiz Schluss: Mit Verlusten ins Wochenende

Die Schweizer Aktien gingen am Freitag nach einem volatilen Handelsverlauf mit Verlusten aus dem Handel.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien gingen am Freitag nach einem volatilen Handelsverlauf mit Verlusten aus dem Handel. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Einzelhandelsumsätze für September hatten zuerst zu einer leichten Kurserholung geführt - bis zur Publikation des Michigan-Index, der unter den Erwartungen ausfiel und den SMI kurzzeitig zurückfallen liess. Im späten Handel erholten sich die Schweizer Aktien aber wieder etwas. Dafür seien vor allem die US-Börsen verantwortlich, die zur Berichtszeit trotz insgesamt eher enttäuschenden Konjunkturzahlen im Plus standen, so ein Händler.

Der Markt starre derzeit mal wieder gebannt auf den Ölpreis, hieß es. Der SMI notierte bis Handelsschluss 40,2 Punkte oder 0,74% tiefer, auf dem Stand von 5 362,4 Zählern, während der breitere SPI 27,84 Punkte (-0,69%) 3 986,8 Punkte verlor. Die Baustoffwerte (-3,3%) standen am deutlichsten im Minus, während sich die Maschinentitel (-0,4%) noch am besten hielten.

Bei den Bluechips standen die Versicherungswerte Swiss Re (-2,0% auf 73,50 CHF) und ZFS (-4,2% auf 167,30 CHF) am meisten unter Druck. Die im US-Geschäft tätigen Versicherer werden von einer Anklageerhebung durch die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen den Versicherungsmakler Marsh & Mclennan Companies wegen unzulässiger Bevorzugung einiger Kunden belastet. Im Zusammenhang mit der Klage haben sich bereits auch zwei Mitarbeiter von AIG schuldig bekannt. Falls sich der Fall auf die Versicherungsbranche auswirken wird, dürfte ZFS am stärksten davon betroffen sein, sagte ein Händler.

Auch die im Versicherungsgeschäft tätige CSG (-1,4% auf 40,85 CHF) musste ebenfalls überdurchschnittliche Kursverluste hinnehmen. UBS hielten sich hingegen über dem Marktschnitt. Die Aktien gingen 0,3% auf 87,50 CHF schwächer aus dem Handel. Die weiteren grosskapitalisierten Werte bewegten sich im Rahmen des Marktes. Novartis verbilligten sich 0,7% auf 56,60 CHF, Roche schwächten sich 0,2% auf 124,00 CHF ab und Nestle verloren bis Handelsschluss 0,1% auf 279,75 CHF.

Dagegen verzeichneten vor allem Zykliker überdurchschnittliche Verluste. Serono schlossen trotz positiver Nachrichten 1,5% auf 727,00 CHF tiefer. Das Biotech-Unternehmen hat eine FDA-Zulassung für Luveris in Kombination mit Gonal-F erhalten. Die Nachricht ist allerdings für Serono von geringer Bedeutung, da es sich bei Luveris lediglich um ein Zusatzprodukt handelt. Die Zulassung ist Analysten zufolge zudem nicht überraschend gekommen.

Nach einer Rückstufung durch Merrill Lynch auf "sell" verloren Holcim 3,4% auf 64,60 CHF. Adecco notierten 2,8% auf 56,80 CHF schwächer und auch Syngenta (-1,9% auf 109,50 CHF) und Lonza (-0,7% auf 57,95 CHF) verbilligten sich überdurchschnittlich.

Bei Handelsschluss notierten SGS (+0,6% auf 712,5 CHF), Swisscom (+0,2% auf 436,25 CHF) und Synthes (+1,6% auf 133,4 CHF) im Plus. Clariant konnten im späten Handel ebenfalls noch in die Gewinnzone vorstossen. Die Titel verzeichneten mit 1,3% auf 15,85 CHF die deutlichsten Avancen.

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