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Aktien Singapur fallen auf Zweijahrestief

vwd Singapur. Singapurische Aktien fielen im Hauptindex am Montag um 4,5 Prozent. Der Straits-Times-Index büßte damit 75,23 auf 1.594,95 Punkte ein, blieb insofern zwar über seinem Tagestief von 1.578,73 Stellen, markierte zugleich jedoch den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Der DBS-50-Index, der die größtkapitalisierten Werte stärker gewichtet und in Fremddevisen notierende Titel ausschließt, baissierte um 5,1 Prozent bzw 28,38 Punkte auf 531,96 Zähler. Zuletzt standen 473 Kursverlierern 205 befestigte und 134 unveränderte Titel gegenüber. Das Umsatzvolumen lag mit 192,7 (433,3) Mill. Aktien um 55,5 % niedriger als am vorigen Freitag.

Ausschlag gebend waren vor allem starke Kursverluste der zwei größten Bankenwerte sowie die schwache Vorgabe der Wall Street, sagten Händler. DBS Group Holdings stürzten um 7,8 Prozent bzw um 1,30 SGD auf ein 22-Monatstief von 15,30 SGD und Oversea Banking Corp-Chinese sogar um 10,9 Prozent bzw 1,30 SGD auf 10,60 SGD. DBS litten dabei unter unbestätigten Berichten, wonach die Bank überein gekommen sei, eine Kontrollbeteiligung an der Hongkonger Dao Heng Bank zu übernehmen. Dieser Deal würde wahrscheinlich zu einem Preis erfolgen, der das Dreifache des Nennwertes ausmachen und sich auf rund 40 Mrd HKD belaufen würde.

Dies sei entschieden zu teuer, hieß es am Markt. Ein DBS-Sprecher konstatierte zwar, es handele sich bei dem Bericht "nur um ein Gerücht", räumte zugleich aber ein, Dao Heng sei für DBS durchaus von Interesse und könne Teil der Strategie werden, in der Region Führungsposition im Bankengeschäft zu erreichen. OCBC sanken nachdem die Gesellschaft den Direktverkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Immobilien-Aktiva angekündigt hatte. Lokale Technologietitel wurden durch die Nasdaq-Vorgabe in Mitleidenschaft gezogen. Dies betraf Datacraft Asia mit minus 7,3 Prozent auf 3,84 und Chartered Semiconductor mit minus 3,9 Prozent auf 3,94 SGD.

Unter den Immobilien brachen City Developments um 5,2 Prozent auf 6,35 SGD ein, Keppel Land um 5,9 Prozent auf 1,61 SGD und Wing um 4,7 Prozent auf 82 singapurische Cents. Händler sehen noch weiter gehenden Abwärtsdruck auf die Kurse voraus. "Die Verkäufe provozieren weitere Verkäufe, so dass der STI seine Bodenbildung wohl bei 1.500 Punkten testen wird", befürchtet ein Broker bei Ong & Company's unter Hinweis darauf, dass der Markt die wichtige psychologische Stützungsline von 1.600 Indexpunkten schon durchbrochen hat.

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