Aktien sollen 16 bis 19 Euro kosten
Ares will sich mit großen Spielern messen

Der Börsenkandidat Ares Energie hat sich dem Zusammenwachsen von Kommunikation und Energie verschrieben. Mit seiner Powerline-Technologie will das Berliner Unternehmen in einer Liga mit Geschäftsbereichen der Versorger-Konzerne RWE, Enel und Eon spielen.

HB FRANKFURT/M. Mit der Ares Energie AG strebt das erste Unternehmen der Versorger-Branche an den Neuen Markt. Als reines Versorgungs-Unternehmen hätte die Berliner Firma jedoch kaum dem Anspruch auf Innovation genüge getan, den die Deutsche Börse als Bedingung für die Notierungsaufnahme am Wachstumssegment verlangt. Neu am Geschäft des Börsenkandidaten ist, dass er seinen Kunden nicht nur Energie-Dienstleistungen für Strom und Gas offeriert, sondern im Komplettpaket auch Telekommunikationsdienstleistungen für Telefonie und Internet.

Nach Einschätzung der Analysten des im Emissionskonsortium vertretenen Bankhauses Delbrück & Co. gibt es derzeit keinen börsennotierten Konkurrenten, der ähnlich unabhängig von Stromkonzernen ist und es in Sachen Netzabdeckung mit Ares aufnehmen könnte. Zu den Konkurrenten von Ares zählen sie unter anderem die Versorger-Konzerne Enel, Eon und RWE, zum anderen auch die Mannheimer MVV AG, die als erste börsennotierte Stadtwerke Deutschlands auch in Sachen Internet-Zugang über das Stromnetz unter dem Begriff Powerline-Technologie schon relativ früh neue Wege gegangen ist. Mit der von 16 bis 19 Euro reichenden Bookbuilding-Spanne dürfte der Zeichnungs-Anreiz nach Einschätzung der Delbrück-Analysten hoch sein. Sie hatten den fairen Wert für das Papier bei etwa 26,50 Euro angesiedelt.

Da die 2,6 Mill. angebotenen Aktien ausschließlich aus einer Erhöhung des Grundkapitals stammen rechnet Ares mit einem Emissionserlös von bis zu 43,7 Mill. Euro. Dieser soll unter anderem verwendet werden, um in die Zielländer Italien, Niederlande und Österreich zu expandieren. Die Delbrück-Analysten rechnen damit, dass die Kundenzahl, die Ende dieses Jahres bei 229 000 liegen soll, bis zum Jahr 2004 europaweit auf 1,3 Mill. steigen wird.

Bis der Energiedienstleister Gewinne schreibt, wird es voraussichtlich noch einige Zeit dauern. Im abgelaufenen Jahr hatte der Konzern-Verlust bei knapp 2,5 Mill. Euro gelegen, während sich der Umsatz auf 3,8 Mill. Euro belief. Dieses Verhältnis begründete das Unternehmen mit dem Eintritt in den Massenmarkt, der Anlaufverluste mit sich bringe, die auch im laufenden Jahr kräftig zu Buche schlügen. Bei einem Umsatz von rund 19,5 Mill. Euro soll sich der Konzernverlust auf 6,2 Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Die Gewinnschwelle will das Unternehmen jedoch spätestens im kommenden Jahr erreichen. Nach Einschätzung der Bankgesellschaft Berlin wird sich der Gewinn bis dahin auf 810 000 Euro belaufen bei einem Umsatz von mehr als 115 Mill. Euro.

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