Aktien sollen Anfang Dezember gehandelt werden
Börsengang von Borussia Dortmund beschlossene Sache

Ermutigt durch den guten Saisonstart wagt der erste deutsche Fußball-Proficlub den Gang an die Börse.

dpa DORTMUND. Borussia Dortmund wagt als erster deutscher Fußball-Proficlub den Gang an die Börse. Wie die Deutsche Presse- Agentur (dpa) aus gut informierten Vereinskreisen erfuhr, will der Bundesligist noch in dieser Woche den Börsengang bekannt geben. Dem Vernehmen nach sollen bereits Anfang Dezember Aktien gehandelt werden. Als Konsortialbanken sind die Deutsche Bank und die Düsseldorfer WGZ-Bank im Gespräch.

Ermutigt durch den guten Saisonstart mit 13 Punkten aus sieben Spielen setzt der Revierclub nach langer Verzögerung sein Vorhaben nun um. Die Rahmenbedingungen für den Börsengang hatte der BVB bereits bei der Jahreshauptversammlung am 28. November 1999 geschaffen, als die Vereinsmitglieder dem Modell der Clubführung zur Ausgliederung des steuerpflichtigen Geschäftsbetriebs in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) zugestimmt hatten. Diese Rechtsform garantiert dem BVB auch nach dem Sprung auf das Börsenparkett gemäß den Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Kontrolle über den Verein.

Ursprünglich war der Börsengang bereits für das Jahr 1999 geplant. Angesichts der sportlichen Talfahrt der Borussia, die in der vorigen Saison in akuten Abstiegsnöten war, nahmen die Verantwortlichen jedoch von ihren Plänen Abstand.

Der Verein will den Mitgliedern mit einem "Family and friends"- Programm besondere Vorrechte beim Kauf der Borussia-Anteile einräumen. Analysten räumen den Fußballpapieren gute Chancen ein. Laut einer Umfrage des Magazins "Telebörse" würden 7,6 Mill. Deutsche nach eigenen Angaben Fußball-Aktien kaufen. Als Problem wird allerdings die mögliche Schwankungsanfälligkeit angesehen, die durch eine Niederlage des Vereins oder die Verletzung wichtiger Spieler verursacht werden könnte.

Renommierte europäische Vereine gelten der Borussia als Vorbild. Clubs wie Manchester United und Lazio Rom werden bereits seit Jahren an der Börse gehandelt. Den Anfang machte der englische Verein Tottenham Hotspur im Jahr 1983.

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