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Aktien TecDax: Richtungslos in schmaler Bandbreite - T-Online-Aktie im Fokus

Der TecDax hat am Montagmorgen richtungslos zwischen leichten Gewinnen und geringen Verlusten gependelt. Bis 10.40 Uhr gab der deutsche Technologie-Index um 0,25 Prozent auf 515,99 Punkte nach.

dpa-afx FRANKFURT. Der TecDax hat am Montagmorgen richtungslos zwischen leichten Gewinnen und geringen Verlusten gependelt. Bis 10.40 Uhr gab der deutsche Technologie-Index um 0,25 Prozent auf 515,99 Punkte nach. Dabei bewahrten die Kursgewinne für das Börsenschwergewicht T-Online den Index vor deutlicheren Verlusten.

Nachdem die Konzernmutter Deutsche Telekom am Samstag Verschmelzungspläne mit ihrer Internet-Tochter T-Online bekannt gegeben habe, spiele nun die T-Online-Aktie die zentrale Rolle im TecDax, sagte ein Händler in Frankfurt.

T-Online-Papier legten bei hohen Volumina um 1,45 Prozent auf 9,12 Euro zu. Rund 208 Mill. Aktien gingen bis 10.30 Uhr um. Die Telekom will ihre Internet-Tochter T-Online zum Kursniveau vom Freitagabend wieder von der Börse nehmen.

Den schätzungsweise 1,5 Mill. Kleinaktionären von T-Online bietet die Telekom einen Aktientausch in T-Aktien oder eine Barzahlung von 8,99 Euro je T-Online-Aktie an. Einige Händler gehen davon aus, dass die Telekom ihr Barangebot noch erhöhen wird. "Wer in der ersten Stunde dabei war und T-Online für 27 Euro je Aktie gekauft hat, dürfe sich nun "wohl zu Recht ziemlich verschaukelt fühlen", sagte zudem Händler Dirk Blasberg von Lang & Schwarz.

Marktstratege Heino Ruland von der Steubing AG hingegen glaubt nicht an eine Aufbesserung des Angebots: "Ich gehe fest davon aus, dass die Telekom das durchziehen wird und der Kurs für T-Online bei 8,99 Euro bleibt, da dies de jure nicht nötig ist". Die Telekom brauche nur 75 Prozent an T-Online erreichen, "und das wird sie auch, denn wer T-Online 2001 bei 6,10 Euro gekauft hat, der macht ja ein gutes Geschäft", sagte er. Derzeit hält die Telekom 73,93 Prozent.

Für die Attraktivität des TecDax ist die Rückintegration von T-Online zudem ein "richtiges Drama", sagte Ruland. Der Frankfurter Händler verwies allerdings darauf, dass die Herausnahme des Index-Schwergewichts erst frühestens in einem Jahr erfolgen werde.

Singulus verteuerten sich um 2,25 Prozent auf 14,06 Euro. Der Spezialmaschinenbauer hat seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres 240 Aufträge für Maschinen der Reihe Spaceline verbucht und damit die eigenen Erwartungen übertroffen. Weitere Projekte für DVD-Linien sind in Verhandlung.

Erneut standen Teles-Papiere auf der Verliererseite. Sie büßten 2,64 Prozent auf 6,65 Euro ein. Seit Anfang Oktober stehen die Papiere unter Abgabedruck. Noch am 1. Oktober wurde das Papier zeitweise bei 7,70 Euro gehandelt.

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