Aktien von Lucent am Morgen unter Druck
Leichter Handelsstart an der Wall Street

Nach Kursgewinnen am Freitag sieht es am Montagmorgen an der Wall Street nach einem leichten Handelsstart aus. Sowohl der Eröffnungsindikator der Nasdaq als auch der S&P 500 Future notierten vorbörslich in der Verlustzone. Selbst positive Nachrichten können die Märkte nicht beflügeln.

NEW YORK. Vörböslich unter Druck gerät die Aktie von Lucent. Der größte Telekomausrüster hat einen neuen Finanzchef bestimmt. Damit endet vorerst das zähe Ringen um die Neubesetzung des Platzes in der Chefetage. Der neue Mann heißt Frank D´Amelio. Von dem Posten zurückgetreten ist die 46-jährige Deborah Hopkins. Erst vor rund einem Jahr war sie angeheuert worden, um dem Unternehmen aus der schwachen Phase zu helfen. Doch seit Hopkins Amtsantritt musste die Aktie von Lucent rund 80 Prozent einbüßen. Anleger scheint der Personalwechsel nicht übermäßig zu freuen. Die Aktie verliert trotz der eigentlich guten Nachricht vorbörslich an Wert.

Nicht durch Wechsel in der Führungsebene sondern durch Entlassungen versucht sich 3Com zu helfen. Der Hersteller von Netzwerkzubehör kündigte an, erneut massiv Stellen abzubauen. Das Unternehmen will jährliche Kosten in Höhe von einer Milliarde Dollar einsparen. Bereits im Februar hatte 3Com gemeldet, dass 1 200 Mitarbeiter oder zehn Prozent der Belegschaft entlassen werden sollen. Laut Finanzchef Bruce Claflin seien nun weitere Schritte geplant. Die Meldung geht auf eine e-mail des Finanzchefs zurück, die vom Wall Street Journal veröffentlicht wurde. Aufgrund der Wirtschaftslage fahren Telefongesellschaften ihre Ausgaben zurück, was Firmen wie Lucent, Cisco und 3Com dazu veranlasst, Mitarbeiter zu entlassen, um die gesteckten Ziele nach wie vor zu erfüllen. Dass man statt über die Kostenseite auch über Auftragseingänge versuchen kann, Planzahlen einzuhalten, zeigt am Morgen Cisco Systems.

Der größte US-Netzwerkausrüster freut sich über einen Großauftrag aus China. Doch die Anleger würdigen die gute Nachricht zum Wochenauftakt nicht. Sie warten vielmehr auf die für morgen angesetzte Veröffentlichung der Quartalszahlen und Geschäftsprognosen für das kommende Jahr. Nachdem Firmenchef John Cambers den Anlegern bereits im abgelaufenen Vierteljahr mit schlechten Aussichten schlaflose Nächte bereitete, ist die Aufregung der Anleger verständlich. Dabei geht Ciscos Großauftrag, den der Konzern bei der China Telecom Tochtergesellschaft ChinaNet in China an Land gezogen hat unter. ChinaNet ist der größte Internet-Provider in China. Das Unternehmen unterhält Netzwerkknoten in 300 Städten. Die Vereinbarung sieht vor, dass Cisco das Datennetz nun auch in der Provinz ausbauen soll. Nach eigenen Angaben hat Cisco einen Marktanteil in der asiatisch-pazifischen Region und in China von mehr als 80 Prozent. Angaben zum finanziellen Volumen der Vereinbarung wurden nicht gemacht. Die Aktie von Cisco hat seit Jahresanfang rund die Hälfte an Wert verloren. Auch am Morgen gehört der Wert zu einer der meistgehandelten Aktien und notiert vorbörslich schwächer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%