Aktien von VW und Fresenius Medical Care sollten fester starten
Schwächerer Dax-Auftakt erwartet

Nach dem schwachen Wochenauftakt an der Frankfurter Börse weisen die Zeichen am Dienstag erneut auf einen etwas leichteren Handelsbeginn.

dpa-afx FRANKFURT. Geschäftszahlen gab es bereits vor Börsenstart vom Volkswagen-Konzern , vom Spezialchemie-Hersteller Degussa und von Fresenius Medical Care AG (FMC) . Eine halbe Stunde vor Handelsbeginn sah das Düsseldorfer Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz den Dax bei 4 626 Zählern und damit etwas schwächer als am Vortag.

Kursverluste an den US-Börsen und Gewinnmitnahmen bei den deutschen Standardwerten hatten am Montag die deutschen Aktienmärkte belastet. Die 30 Dax-Werte waren durchschnittlich um 3,32 Prozent auf 4 660,35 Zähler gesunken, während der Nemax 50 um 3,94 Prozent auf 1 075,99 Zähler gefallen war. Der MDax der 70 Nebenwerte hatte um 1,12 Prozent leichter bei 4 184,45 Stellen geschlossen.

Am Montag hatten in New York Sorgen über die anstehenden US-Konjunkturzahlen den Markt belastet. Der Dow Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte war bis zum Handelsschluss um 2,89 Prozent auf 9 269,50 Punkte gefallen. An der US-Technologiebbörse Nasdaq war der Nasdaq Composite um 3,93 Prozent auf 1.699,52 Punkte abgestürzt.

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Dienstag schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte büßte 99,49 Punkte oder 0,94 Prozent ein und ging mit 10.512,82 Zählern aus dem Markt.

Der Volkswagen-Konzern hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres Umsatz und Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Der Umsatz habe 68,189 Milliarden Euro betragen, teilte der Autokonzern am Dienstagmorgen mit. In den ersten neun Monaten 2000 habe dieser noch 63,865 Milliarden Euro betragen. Der Gewinn nach Steuern betrug 1,454 Milliarden Euro oder 3,84 Euro je Aktie. Ein Jahr zuvor hatte er sich auf 1,144 Milliarden Euro oder 2,75 je Anteilschein belaufen.

Der Dialyse-Spezialist und Medizintechnikkonzern Fresenius Medical Care AG (FMC) teilte am Morgen mit, sein Ergebnis nach Steuern in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,4 Prozent auf 180 Millionen US-Dollar gesteigert zu haben. Der Umsatz sei um 15 Prozent auf 3,59 Milliarden Dollar geklettert. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) habe sich sich in diesem Zeitraum um 7 Prozent auf 1,86 Dollar erhöht.

Degussa senkte vorbörslich den Ergebnisausblick für das Jahr 2001. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde unter dem Vorjahreswert liegen. Darüberhinaus teilte das Unternehmen mit, 1.000 weitere Arbeitsplätze streichen und sechs Betriebe schließen zu wollen. Auch die Investitionen sollen drastisch gekürzt werden.

In den Blickpunkt der Anleger dürften auch die Pharmawerte rücken: Ein halbes Jahr nach dem Erwerb einer Minderheitsbeteiligung denkt der Schweizer Pharmakonzern Novartis laut "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) nun über den Verkauf seines Aktienpakets am Baseler Unternehmen Roche nach.

Neuigkeiten von den Versicherern: Laut einem Pressebericht hat die Münchener Rück ihren Anteil an der Commerzbank auf fast fünf Prozent erhöht. Die Erhöhung gehe aus den Daten des Finanzdienstleisters Thomson Financial hervor, schreibt das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Der Versicherungskonzern habe eine Stellungnahme bislang abgelehnt.

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