Aktien werden seit Freitag in New York gehandelt
ABB-Chef erwartet 2001 Umsatzplus von 6 %

Der Umsatz werde 2001 nach den jetzigen Erwartungen um sechs Prozent steigen, der Gewinn aus dem operativen Geschäft um 15 Prozent wachsen, sagte Centerman im Interview mit der Schweizer Finanzzeitung "Finanz und Wirtschaft" (Samstagsausgabe).

Reuters ZÜRICH/BERLIN. Er nannte damit erstmals Zahlen für das Geschäftsjahr 2001. In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) sagte der ABB-Chef, er rechne auch nach dem Gang des Unternehmens an die US-Börse kurzfristig nicht mit einer Erholung des ABB-Aktienkurses.

Im vergangenen Jahr war der Umsatz des Konzerns um sechs Prozent auf knapp 23 Milliarden Dollar gesunken, was ABB hauptsächlich auf die schwache Nachfrage in einigen Schlüsselmärkten wie den USA zurückführte.

Zugleich jedoch stieg der Reingewinn des Konzerns 2000 um sechs Prozent auf 1,44 Milliarden Dollar an. Die Aktien des größten europäischen Elektrotechnik-Konzerns werden seit Freitag an der New York Stock Exchange gehandelt. ABB-Aktien haben seit ihrem im Januar erreichten Jahreshoch von 178 sfr mehr als ein Drittel ihres Wertes verloren. Am Freitag ging das Papier mit 113 sfr aus dem Handel.

"Es wäre naiv von mir anzunehmen, dass die Notiz an der Nyse ausgerechnet im Fall von ABB kurzfristig für einen spürbaren Kursanstieg sorgen sollte", sagte Centerman in dem "Welt"-Interview weiter. Die mit dem Listing verbundenen Ziele seien eher langfristiger Natur. Zum einen werde durch die Notierung an der Wall Street der Bekanntheitsgrad in den USA deutlich wachsen.

Schon heute erwirtschafte der Konzern rund ein Fünftel seines Umsatzes in den Vereinigten Staaten. "Zum anderen erhalten wir eine interessante Akquisitionswährung für mögliche Zukäufe und Übernahmen in den USA", fügte Centerman hinzu. Um in solchen Fällen mit eigenen Aktien zu zahlen, sei das Listing eine unverzichtbare Voraussetzung. Konkrete Übernahmeziele habe ABB zwar noch nicht im Visier, "aber man muss ich auf interessante Gelegenheiten frühzeitig vorbereiten."

Auch für die nächsten Jahre rechnet Centerman dem Interview mit "Finanzen und Wirtschaft" zufolge mit einer "guten" Geschäftsentwicklung. Die jüngst begonnene Umstrukturierung des Konzerns komme gut voran.

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