Aktien wurden am Markt platziert
Deutsche Bank senkt MG-Beteiligung

Die Deutsche Bank hat ihre Beteiligung am Frankfurter Chemie- und Anlagenbaukonzern mg technologies auf unter fünf Prozent gesenkt.

Reuters FRANKFURT. Nunmehr halte die Deutsche Bank einen Stimmrechtsanteil von 4,89 %, teilte die mg am Dienstag in Frankfurt mit. Eine Mitteilung sei an die Bundesanstalt für Finanzaufsicht gesandt worden. Zuvor hatte die mg die Deutsche-Bank-Beteiligung noch mit rund neun Prozent angegeben. Spekulationen, Deutschlands größtes Bankhaus habe die Anteile an den größten Einzelaktionär des Konzerns, Otto Happel, verkauft, erteilte die Deutsche Bank eine Absage. "Die Aktien wurden am Markt platziert", sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Happel hatte im April überraschend mitgeteilt, dass er seine Beteiligung an der einstigen Metallgesellschaft auf mehr als 20 % von zuvor mehr als zehn Prozent aufgestockt habe. Damit war der ehemalige Gea-Eigner zum größten Einzelaktionär bei der mg aufgestiegen. Die Deutsche Bank hatte zu dem Zeitpunkt mitgeteilt, dass sie keine Aktien an Happel abgegeben habe. Nach Bekanntwerden der Anteilsaufstockung durch Happel hatte der bisherige Konzernchef Kajo Neukirchen, der die einstige Metallgesellschaft vor der Pleite gerettet hatte, seinen vorzeitigen Rücktritt zum 30. Mai bekannt gegeben.

Der nun deutlich größere Einfluss von Happel bei der mg hatte Spekulationen aufkommen lassen, der Großaktionär strebe an, den Frankfurter Konzern in einem später zu verkaufenden Chemiebereich und einen Anlagenbaubereich aufzuspalten. Dafür würde Happel aber wahrscheinlich ein noch größeres Beteiligungspaket an der mg benötigen, hieß es.

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