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Aktien Zürich Schluss: Deutlich leichter - ABB und Kudelski sehr schwach

ZÜRICH (dpa-AFX/AWP) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag mitdeutlichen Verlusten in die neue Woche gestartet. Im SMI fieleninsbesondere die Abgaben von ABB und Swiss Life auf. Aberauch Kudelski kamen trotz positiven Nachrichten zumAuftragsbuch nicht auf Touren. Novartis litten unterschwachen Studienergebnissen.

ZÜRICH (dpa-AFX/AWP) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag mitdeutlichen Verlusten in die neue Woche gestartet. Im SMI fieleninsbesondere die Abgaben von ABB und Swiss Life auf. Aberauch Kudelski kamen trotz positiven Nachrichten zumAuftragsbuch nicht auf Touren. Novartis litten unterschwachen Studienergebnissen.

Im Tagesverlauf belastete dann die schwache Eröffnung an der Wall Street.Die US-Konjunkturdaten beeinflussten den Markt nicht allzu sehr, sagte einHändler. Vielmehr fehle es an aktienmarktspezifischen News; das bringeAbgabedruck mit sich. Das Handelsbilanzdefizit der USA ist im April nachvorläufigen Berechnungen höher ausgefallen als erwartet. DieEinzelhandelsumsätze im Mai lagen knapp über den Erwartungen.

Der SMI schloss mit einem Minus von 56,40 Punkten oder 0,99Prozent auf 5.633,60 Stellen, der breitere SPI verlor 38,91 Zähler(-0,92%) auf 4.174,36 Einheiten. Unter den Branchen waren die Elektroniktitelmit-2,6% am deutlichsten in der Verlustzone, während die Energiebranche mit-0,3% am wenigsten nachgab.

Sehr schwach schlossen ABB (-4,8% auf 6,80 Franken),nachdem der Technologiekonzern am Freitagabend über Unregelmäßigkeiten in derBuchführung bei einer italienischen Tochtergesellschaft informiert hatte. Auchein 390 Millionen US-Dollar schwerer Auftrag aus China half den Aktien nicht indie Höhe.

Ebenfalls im Minus gingen Kudelski (-2,4% auf 37,10Franken) aus dem Handel, obwohl der Geschäftsbericht positives über dasAuftragsbuch verbreitete. Swiss Life (-1,7% auf 158,00 Franken) litten unter demArtikel in der "SonntagsZeitung", wonach das Prämienvolumen im Lebengeschäft inder Schweiz 30 bis 40 Prozent tiefer ausfällt, als der Geschäftsplan vorsah.Allerdings dürften die Aussagen von CFO Bruno Pfister im Interview mit der FuWdie Wirkung etwas abgeschwächt haben, hieß es aus Marktkreisen. Pfister hatteden Embedded Value (EV) für Swiss Life nach der Kapitalerhöhung mit rund 200Millionen Franken angegeben.

Die Börsenschwergewichte Novartis (-1,0% auf 56,75Franken) und Roche (-1,2% auf 126 Franken) verloren ein wenigstärker als der Markt. Novartis dürften davon belastetwerden, dass das Vorzeigeprodukt Diovan gegen Norvasc von Pfizer in einer Studieeher gleichauf abgeschnitten hat. Analysten rechnen damit, dass derProduktumsatz nun 400 Millionen Dollar niedriger sein wird, die Aktie habe dasaber nun eingepreist.

Ebenso tendierten die beiden Grossbanken CS Group (-0,9% auf 44,20 Franken) und die UBS (-1,1% auf 90,95Franken) schwächer als der Markt. Nur Nestle (-0,6% auf328,00 Franken) bleiben etwas hinter den durchschnittlichen Verluste zurück undgaben damit den Treibanker für den SMI ab.

Einzige Gewinner im SMI waren Swisscom (+0,4%auf 395,5 Franken). Am Wochenende sagte Jens Alder der Sonntagszeitung, dieSwisscom prüfe im Festnetz die Einführung einer sogenannten "flat rate", beziehungsweise die Minutentarife abzuschaffen undgleichzeitig die Grundgebühr anzuheben. Ferner schlossen Ciba SC mit einem kleinen Plus (+0,1% auf 86,55 Franken)./

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