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Aktien Zürich Schluss: Knapp behauptet - Verkaufsdruck auf Finanzwerten

Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einem unruhigen Tag knapp behauptet geschlossen. Die Wall Street hatte zwar schwächer eröffnet, aber der Anstieg der Erdölpreise setzte sich nicht fort.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einem unruhigen Tag knapp behauptet geschlossen. Die Wall Street hatte zwar schwächer eröffnet, aber der Anstieg der Erdölpreise setzte sich nicht fort.

Anleger hielten sich vor der in dieser Woche startenden Berichtssaison zurück, sagte ein Händler. Größerer Verkaufsdruck sei vor allem bei Finanzwerten zu beobachten gewesen. Von großem Interesse aus Schweizer Sicht dürfte die Konjunkturprognose (Winter) des seco am Dienstag sein.

Der Swiss-Market-Index (SMI) gewann bis Handelsschluss 0,05 Prozent auf 5 365,4 Stellen. Der breitere SPI legte 0,17 Punkte zu auf 3 986,98 Zähler. Bei den Branchen standen Versicherungen (-0,9%) und Maschinenwerte (-1,2%) nach wie vor besonders unter Druck. Neben den Elektrowerten (+0,7%) hielten sich auch Pharma- und Chemietitel (+0,2%) dank Novartis gut.

Am unteren SMI-Tabellenende notierten Unaxis mit einer Abgabe von 6,9 Prozent auf 100,9 Schweizer Franken. In der "Sonntagszeitung" war zu lesen, dass der Konzern noch immer unter anhaltender Ertragsschwäche leide. Der Konzern wird am Donnerstag Zahlen zum dritten Quartal vorlegen.

Trotz Kommentaren, dass die Versicherungswerte nun wirklich günstig zu haben seien, waren Abgeber bei Vertretern dieser Branche in der Mehrzahl. Die Klage des New Yorker Staatsanwalts Elliot Spitzer gegen den Versicherungsmakler Marsh & Mclennan verunsicherte Anleger weiterhin. Man könne diese Untersuchung auch einen fünften Wirbelsturm nennen, sagte ein Händler. Lodh erachtete eine Ausweitung der Affäre von Brokern auf Versicherungen als "gut möglich", wollte jedoch noch keine konkreten Aussagen zu Auswirkungen machen.

Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) gaben 1,6 Prozent auf 72,35 Franken ab. Zurich Financial Services AG (ZFS) verloren 0,5 Prozent auf 166,40 Franken. Swiss Life sanken 0,1 Prozent auf 149,00 Franken. ZFS hatten am Morgen verlauten lassen, die Gesamtsumme für Hurrikan-Schadenansprüche auf rund 525 Mill. Dollar vor Steuern respektive 400 Mill. Dollar nach Steuern zu schätzen. Baloise , die nicht mit den USA verbandelt sind, legten dagegen um 0,5 Prozent auf 281 Franken.

Wie im übrigen Europa gehörten Banken nicht zu den favorisierten Titeln. Credit Suisse Group (-0,7% auf 40,55 CHF) lagen analog zu diversen anderen Bankentiteln hinter dem Marktschnitt zurück. UBS (-0,2% auf 87,30 CHF) verloren unterdurchschnittlich. Die vor allem im Private Banking und Asset Management tätige Julius Bär verteuerten sich um 0,4 Prozent auf 343,50 Franken.

Die Schwergewichte Nestle und Novartis stützten dagegen den Markt. Nestle legten 0,5 Prozent auf 281,00 Franken und Novartis 0,5 Prozent auf 56,90 Franken zu. Nestlé konnten damit die Senkung des Kursziels durch die UBS wegstecken. Roche litt immer noch unter den Nachwirkungen der enttäuschenden Drittquartalszahlen und gaben 0,3 Prozent auf 123,60 CHF nach.

Gesucht waren ABB (+1,3% 7,65 CHF) und Syngenta (+2% auf 111,70 CHF). Hier rechnet der Markt mit guten Drittquartalsergebnissen.

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