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Aktien Zürich Schluss: Knapp gehalten - Öl drückt wieder auf die Stimmung

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch bis Börsenschluss unter Druck gestanden. Vor allem die schwache Wallstreeteröffnung liess die Anleger zu Abgaben schreiten. Zur Vorsicht mahnten auch die wieder steigenden Ölpreise, obwohl die Opec ihr Förderlimit um 1 Million Barrel pro Tag angehoben hat.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch bis Börsenschluss unter Druck gestanden. Vor allem die schwache Wallstreeteröffnung liess die Anleger zu Abgaben schreiten. Zur Vorsicht mahnten auch die wieder steigenden Ölpreise, obwohl die Opec ihr Förderlimit um 1 Million Barrel pro Tag angehoben hat.

Der Schweizer Leitindex SMI verlor bis Börsenschluss 1,9 Punkte oder 0,03 % auf 5 536,6 Zähler. Der breitere SPI gab 1,07 Punkte (-0,02%) auf den Stand von 4 098,02 Stellen nach. Bei den Branchen wurden Lebensmittel- (-1,0%) und Elektrowerte (-0,5%) verkauft. Auf der Einkaufsliste der Anleger standen dagegen Aktien von Banken- (+0,1%) und Versicherungen (+0,3%).

Die am Nachmittag publizierten US-Konjunkturdaten zu den Lagerbeständen Juli und der Empire State Index beeindruckten Anleger kaum. Entsprechend gering fielen die Kursreaktionen aus. Die Lagerbestände lagen mit plus 0,9 % leicht über den Erwartungen. Die Industrieproduktion in den USA blieb im August aber schwächer als erwartet, was durch eine Aufwärtsrevision der Juli-Daten nur teilweise ausgeglichen wurde.

Bei den Schweizer Bluechips verlief das Geschehen weitgehend nachrichtenlos. Richemont verbuchten Gewinne, nachdem die französische Lvmh Moët-Hennessy - Louis Vuitton SA positive Halbjahreszahlen vorgelegt hatte. Richemont lagen zum Schluss mit 33,60 Schweizer Franken aber gehalten. Swatch Group AG profitierten unterdessen vom Konkurrenten (Namen +0,5% auf 33,70 CHF; Inhaber +0,0% auf 164,25 CHF).

Schwächer notieren mit der tieferen US-Börse Nasdaq die Schweizer Technologiewerte. ABB gaben 0,4 % auf 7,67 Franken ab. Kudelski verloren 1,3 % auf 37 Franken. Unaxis fielen auf 184,75 Franken (-0,7%).

Die Banken tendieren uneinheitlich: Credit Suisse Group gewannen 0,6 % auf 40,65 Franken. UBS gaben 0,1 % auf 88,90 Franken nach. Julius Bär kamen dagegen 0,9 % auf 351,5 Franken voran.

Versicherer erholen sich von ihren Vortagesverlusten. Baloise waren mit plus 0,7 % auf 48,30 Franken am stärksten. ZFS gewannen 0,1 % auf 184,75 Franken. Swiss Re legten 0,07 % auf 75,50 Franken zu. Swiss Life verteuerten sich um 0,5 % auf 149,75 Franken.

Novartis und Roche erholten sich dank der Nachfrage nach Defensivwerten. Roche lagen zum Schluss aber nur noch gehalten mit 126,25 Franken, während Novartis 0,5 % auf 59,35 Franken zulegten.

Nestle drückten mit Abgaben von 1,0 % auf 296,0 Franken schwer auf den Index. Das Management von Nestle Waters will noch vor Monatsende über einen Verkauf von Perrier entscheiden. Markante Verluste verbuchten Givaudan (-0,8% auf 768 CHF) und SGS (-1,1% auf 700 CHF).

Am breiten Markt lagen Converium 8,8 % über Vortagesschluss. Man hofft auf eine baldige Einigung mit den Banken. Der Rückversicherer prüft derzeit alle möglichen Strategien. Converium hat die Überarbeitung des Business-Plans versprochen, nachdem Standard & Poor's das für die geplante Kapitalerhöhung relevante "A-"-Rating am Freitag auf "BBB" gekappt hatte.

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