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Aktien Zürich Schluss: Mit Verlusten - Ölpreis belastete

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einer Berg- und Talffahrt im Minus geschlossen. Händler verwiesen auf den hohen Ölpreis und auf die US-Börsen, welche den hiesigen Aktienmarkt belasteten.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einer Berg- und Talffahrt im Minus geschlossen. Händler verwiesen auf den hohen Ölpreis und auf die US-Börsen, welche den hiesigen Aktienmarkt belasteten. Außerdem sei der Leitindex SMI an dem Widerstand bei 5 580/90 Punkten gescheitert, sagte zudem ein Charttechniker.

Ferner seien am Nachmittag die US-Konjunkturzahlen klar unter den Erwartungen ausgefallen. Die Lagerbestände im Großhandel stiegen um 1,1%. Experten hatten im Schnitt mit einer Steigerung um 0,5% gerechnet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erhöhten sich um 8 000, erwartet wurde ein Rückgang um 14 000.

Der SMI verlor bis Handelsende 8,9 Punkte oder 0,16% und schloss bei 5 557,8 Punkten, der breiter gefasste SPI ging 6,27 Punkte (-0,14%) zurück auf 4 129,16 Zähler. Bei den Branchen schnitten die Baustoff- (-0,9%) und Energiewerte (-0,8%) am schlechtesten ab, während die Lebensmittel- sowie die Chemie- und Pharmawerte (jeweils +0,2%) die deutlichsten Gewinne verbuchten.

Bei den Bluechips standen Technologiewerte wie Unaxis mit-2,7% auf 112,50 Franken oder Kudelski (-1,7% auf 41,60 Franken) weit unten. Unter Druck gerieten auch Zykliker wie SGS (-1,8% auf 760,00 Franken), Adecco (-1,5% auf 56,10 Franken) oder Holcim (-0,9% auf 66,65 Franken).

Ebenfalls negativ entwickelten sich CSG , die 1,4% auf 47,00 Franken hergaben. Händler führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück. Denn die Credit Suisse-Aktien waren nach Ankündigung der Restrukturierungen an den Vortagen kräftig gestiegen. Die niederländische ING stufte Credit Suisse auf "Kaufen" nach "Halten". Dafür wurden UBS (-0,3% auf 93,25 Franken) auf "Halten" von "Kaufen" reduziert.

Auch die Versicherungstitel standen mehrheitlich in der Verlustzone. Baloise gaben 1,2% auf 49,45 Franken her, ZFS verbilligten sich um 0,7% auf 179,90 Franken und Swiss Re standen 0,6% auf 78,60 Franken tiefer. Einzig Swiss Life (+1,5% auf 169,60 Franken) konnte sich dem negativen Trend entziehen und notierten zum Handelsende sogar an der Spitze des SMI. Der Versicherer hat heute den Verkauf des britischen Lebensversicherungsgeschäfts an die Resolution Group kommuniziert. Die Transaktion wurde von Analysten mehrheitlich positiv beurteilt. Sie entspreche der eingeschlagenen Strategie und der Preis liege im üblichen Rahmen, hieß es.

Mit Gewinnen präsentierten sich auch die Chemiewerte. Givaudan rückten 0,3% auf 749,50 Franken vor, Lonza verteuerten sich 0,6% auf 63,15 Franken und auch Ciba (+0,4% auf 83,35 Franken) gingen über Vortagesniveau aus dem Handel.

In gleichem Rahmen bewegten sich Roche , die 0,4% auf 122,50 Franken zulegten. Die positiven Nachrichten würden am Markt höher bewertet als die negativen, hieß es im Handel. Erfreulich war die Nachricht, dass Roche zusammen mit Glaxosmithkline beim FDA die Zulassung für das Osteoporose-Medikament Boniva eingereicht hat. Zudem ist die Stimmung für Pharmawerte allgemein gut. Die weiteren defensiven Schwergewichte Novartis (unverändert bei 56,40 Franken) und Nestle (-0,2% auf 296,00 Franken) konnten dem Markt hingegen keinen Auftrieb geben.

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