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Aktien Zürich Schluss: 'Sell in May and go away'

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die laufende Börsenwoche dürfte von anhaltendemVerkaufsdruck geprägt sein. Nach dem Montag brachte auch der MittwochKursverluste, die im Tagesverlauf nach einer schwachen Eröffnung der US-Börsenkräftig ausgebaut wurden.

Das Thema an den Märkten war der hohe, die Konjunkturerholung zunehmend wahrscheinlicher bremsende Ölpreis, und die immer wieder aufflackernde Zinsangst. Dies obwohl mit höheren Leitzinsen schon seit Jahr und Tag gerechnet werden musste. Angesichts dieser Gemengelage schienen viele Investoren die Börsenweisheit "Sell in May and go away" zu beherzigen, um die Entwicklung derDinge erst einmal fernab der Börse abzuwarten.

Der SMI verlor bis zum Handelsschluss 78,20 Punkte oder 1,37Prozent auf 5'644,90 Stellen. Der breitere SPI sank um 49,02 Punkte(-1,16%) auf 4'159,88 Zähler ab. Bei den Branchen mussten in erster Linie dieVersicherer (minus 2,1 Prozent) Federn lassen, Maschinen standen dagegen 1,9Prozent höher.

Unter den Einzeltiteln ging es vor allem für Technologieaktien und Zyklikerabwärts. Die Hauptverlierer im SMI waren ohne spezifische Nachrichten die Aktiender ABB (-3,3% auf 6,82 CHF).

Schwach notierten auch Versicherer, allen voran Swiss Life (-2,7% auf168,50 CHF) und Swiss Re (-2,1% auf 82,20 CHF). Um die Rückversicherung ranktensich Gerüchte, das Bondportfolio habe wegen anhaltenden Kursverfalls seine nichtrealisierten Gewinne auf 1,8 Mrd CHF halbiert. Im Zuge dieser Abgaben sankenauch ZFS um 2,1% auf 194,50 CHF. Baloise Namen gaben um2,5% auf 50,15 CHF nach. Aus dem Finanzbereich verlor nur UBS (-0,7% auf 89,50 CHF) weniger als der Markt.

Auch Julius Bär mussten ihre gesamten Tagesgewinneabgeben und schlossen mit minus 0,9% auf 339,50 CHF. Die Bank gab am Morgen fürdas erste Quartal einen Anstieg der verwalteten Vermögen um 7 Prozent auf 123,7Mrd CHF bekannt, was die Markterwartungen übertroffen hat. Die Zunahme sei einpositives Signal für den Vermögensverwaltungssektor, hiess es am Markt.

Swisscom gingen mit 395,50 CHF um 0,6% leichter ausdem Handel. Sowohl Reingewinn als auch Umsatz lagen im ersten Quartal etwasüber den durchschnittlichen Markterwartungen, die Zahlen wurden als "solid" bezeichnet. Die ZKB wertet insbesondere das unerwartete Wachstum ohne debitel als "sehr positiv". Dagegen habe der Bereich Mobile auf Stufe der Profitabilität enttäuscht.

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