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Aktien Zürich Schluss: Sinkende Ölpreise beflügeln Aktien - Ciba stark

Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Mittwoch nach einer Schlussrally mit klaren Gewinnen. Nachdem die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten nicht groß bewegt hatten, sorgte der sinkende Ölpreis für steigende Kurse.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Mittwoch nach einer Schlussrally mit klaren Gewinnen. Nachdem die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten nicht groß bewegt hatten, sorgte der sinkende Ölpreis für steigende Kurse. Der SMI notierte bei Börsenschluss 44,9 Punkte oder 0,84 Prozent höher bei 5 374,9 Punkten, der breiter gefasste SPI gewann 32,01punkte (+0,80 Prozent) auf den Stand von 3 996,4 Punkten.

Elektrotitel (+2,1 Prozent) gehörten zu den begehrten Werten, Lebensmittel- (-0,3 Prozent) und Maschinentitel (-0,5 Prozent) waren nicht gefragt. Der Preis für die Sorte Brent war in London im späten Handel unter die Marke von 50 Dollar gefallen und der Dezember-Future der Sorte Light Sweet Crude hatte sich in New York um rund 2 Dollar auf 53,70 nach 55,65 Dollar verbilligt. Marktteilnehmer sagten allerdings, für eine nachhaltige Erholung der Märkte müsste auch der Ölpreis deutlich unter Druck geraten. Die Preisabgaben waren eine Reaktion auf die aktuellen Daten zu den US-Rohöllagerbeständen.

Bei den Bluechips stand die Mehrheit der Titel in der Gewinnzone. Ciba legten mit plus 3,6 Prozent auf 81,6 Franken am stärksten zu. Die Drittquartalszahlen des Basler Unternehmens hatte die Markterwartungen übertroffen und wurde von den meisten Analysten mit einem positiven Urteil bedacht. Bemängelt wurde allenfalls, dass Restrukturierungskosten nicht im dritten Quartal verbucht wurden oder dass das Zahlenset im Branchenvergleich nicht überzeugen konnte. Positiv wurde am Markt außerdem aufgenommen, dass Ciba 950 stellen abbauen will.

Mit Ciba konnten Clariant (+1,6 Prozent auf 15,95 Franken) und Lonza (+2,3 Prozent auf 59,05 Franken) mitziehen. Bei Lonza werde für Morgen ein größerer Biotechnologieauftrag erwartet, meinten Händler. Medienberichten zufolge will das Unternehmen zudem 200 Mill. Dollar ins Werk in Portsmouth/US investieren und dort 125 neue Stellen schaffen.

Gut positioniert waren auch ABB mit plus 3,0 Prozent auf 7,94 Franken am Tag vor Publikation der Drittquartalszahlen. SGS (+2,5 Prozent auf Franken) und Swatch (I: +2,4 Prozent auf 165,1 Franken; N: +1,4 Prozent auf 33,7 Franken) wanderten ebenfalls weit nach Norden.

Die Versicherer profitierten von den guten Zahlen des amerikanischen Konkurrenten AIG . Auch die angekündigten Restrukturierungen beim ins Zwielicht geratenen Broker Marsh & Mclennan sowie der Verzicht von Staatsanwalt Eliott Spitzer auf eine Strafklage zusätzlich zur Zivilklage zeigten weiterhin Wirkung, sagten Marktteilnehmer.

Baloise rückten 1,4 Prozent auf 48,1 Franken vor, Swiss Life gewannen 1,3 Prozent auf 151,8 Franken, dahinter folgten Swiss Re (+1,2 Prozent auf 73,85 Franken) und die ZFS (+0,8 Prozent auf 170,5 Franken). Serono reagierten verhalten auf die vorbörsliche Ankündigung einer Zusammenarbeit mit Paratek bei der Behandlung von Multipler Sklerose (MS). Der Titel gewann 0,2 Prozent auf 746 Franken.

Die Schwergewichte schlossen uneinheitlich. Die Bankenwerte UBS (+0,5 Prozent auf 85,45 Franken) und CSG (+1,6prozent auf 40,55 Franken) konnten zulegen, die Pharmawerte mit Roche (+1,2 Prozent auf 121,7 Franken) und Novartis (+1,2 Prozent auf 57,15 Franken) ebenfalls. Roche nach der EU-Zulassung für Emselex und Novartis nach der Ankündigung einer Zusammenarbeit mit Pharmasset im Bereich der Forschung bei chronischer Hepatitis C.

Nestlé verbilligten sich dagegen 0,3 Prozent auf 284,25 Franken und stellten den Tagesverlierer. Der Lebensmittelmulti war durch die von der Finanzgemeinde schlecht aufgenommenen Quartalszahlen von Unilever unter Druck geraten.

Daneben verbuchten am Berichtstag nur noch Adecco (-0,1 Prozent auf 58,15 Franken) Verluste. Synthes notierten nach der Nachricht, dass US-Konkurrent Johnson & Johnson die US-Zulassung für Charite erhalten hat, gehalten auf 128 Franken. Ebenfalls gehalten schlossen Julius Bär , auf 332,5 Franken.

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