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Aktien Zürich Schluss: SMI Dank US-Börsen fester

Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Montag nach einer positiven Eröffnung der Wall Street zum Handelsschluss in die Gewinnzone gerettet. Die US-Indizes Dow Jones und S & P-500 hätten ihre wichtigsten Unterstützungen verteidigt, sagte ein Analyst. Dies könne eine deutliche Erholung einleiten.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Montag nach einer positiven Eröffnung der Wall Street zum Handelsschluss in die Gewinnzone gerettet. Die US-Indizes Dow Jones und S & P-500 hätten ihre wichtigsten Unterstützungen verteidigt, sagte ein Analyst. Dies könne eine deutliche Erholung einleiten.

Der hohe Ölpreis und der hinter den Erwartungen zurückgebliebene Empire State Index hätten dagegen die Märkte nicht belastet. Im Tagesverlauf hat der Ölpreis erstmals das Niveau von 44 $ überschritten. Händler begründeten den Anstieg mit Berichten über einen Anschlag auf eine Ölpipeline im Süden Iraks.

Der SMI schloss 44,4 Punkte oder 0,84 % höher auf 5 354,2 Punkten, der breitere SPI gewann insgesamt 24,66 Zähler (+0,63%) auf 3 953,01 Zähler. Bei den Branchen verloren die Energietitel (-0,9%) am deutlichsten, während die Bankenwerte (+1,7%) am stärksten zulegten.

Tagesgewinner Swatch (I +4,1% auf 147,25 CHF, N +3,6% auf 30,60 CHF) ließ die anderen Titel weit hinter sich. Die Aktie erholte sich damit von den Abgaben am Freitag. Die von zwei ehemaligen Mitarbeitern beim US-Arbeitsministerium eingereichte Beschwerde sei abgewiesen worden, teilte Swatch mit. Es würden derzeit aber dennoch die internen Verrechnungsmechanismen der Swatch-Gruppe überprüft.

Die Versicherungswerte, die im frühen Handel wegen des Wirbelsturms "Charley" unter Druck geraten waren, kletterten bis Handelsschluss entsprechend der Marktentwicklung in die Gewinnzone. Swiss Life gewannen 1,0 % auf 131,00 CHF, aber auch ZFS (+0,9% auf 170,00 CHF), Baloise (+0,9% auf 46,15 CHF) schlossen höher. Erste Schätzungen gehen von einer Schadenssumme von 20 Mrd. $ aus. Die finanzielle Tragweite auf Basis der einzelnen Unternehmen ist derzeit jedoch noch schwierig abzuschätzen. So hielten sich am Morgen sowohl Swiss Re als auch ZFS mit einer konkreten Einschätzung der eigenen Belastung noch zurück.

Auch CSG (+2,0% auf 38,10 CHF) und UBS (+2,0% auf 84,30 CHF) gingen mit Kursgewinnen aus dem Handel. Julius Bär gaben dagegen 0,6 % auf 340,00 CHF ab.

Zu den wenigen weiteren Verlierern des Tages gehörten Roche (-0,4% auf 119,50 CHF). Die Roche-Biotechtochter Genentech muss auf Geheiß der US-Gesundheitsbehörde FDA beim Medikament Avastin (Magen-/Darmkrebs) vor erhöhten Risiken warnen. Analysten schätzen die Gefahr, dass das Medikament vom Markt genommen wird, allerdings als gering ein. Allenfalls ergeben sich längerfristige Folgen für Avastin, sollte ein Konkurrenzprodukt mit weniger Nebenwirkungen auf den Markt kommen.

Auch Swisscom (-0,1% auf 407,00 CHF) schlossen in der Verlustzone. Die Bank Pictet hat die Titel auf "Neutral" und Lodh hat die Aktien auf "Hold" zurückgestuft. Ciba SC (-1,1% auf 77,00 CHF) litten als Tagesverlierer ebenfalls unter einer Rückstufung. UBS hat die Titel auf "Reduce" zurückgestuft.

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