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Aktien Zürich Schluss: SMI kann zulegen - Händler sprechen von Stabilisierung

Die Schweizer Aktien sind am Dienstag nach einem wechselhaften Handelstag mit Gewinnen aus der Sitzung gegangen. Das am Nachmittag zwischenzeitlich erreichte hohe Niveau konnte allerdings bis Börsenschluss nicht ganz gehalten werden. Händler bewerteten aber die sich abzeichnende gegenwärtige Stabilisierung - inbesondere auch in den USA - als positives Zeichen.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien sind am Dienstag nach einem wechselhaften Handelstag mit Gewinnen aus der Sitzung gegangen. Das am Nachmittag zwischenzeitlich erreichte hohe Niveau konnte allerdings bis Börsenschluss nicht ganz gehalten werden. Händler bewerteten aber die sich abzeichnende gegenwärtige Stabilisierung - inbesondere auch in den USA - als positives Zeichen.

Der Dow Jones-Index war am Nachmittag nach Publikation der US-Konjunkturdaten erstmals seit längerem wieder über die 10 000-Punkte-Marke geklettert, fiel später aber wieder darunter. Die US-Baubeginne waren im Juli im Vormonatsvergleich mit plus 8,3 % deutlich über den Erwartung ausgefallen. Gesunken waren dagegen die Verbraucherpreise, zum ersten Mal seit acht Monaten, und zwar um 0,1 % im Vergleich zum Vormonat bei einem prognostizierten Zuwachs von 0,2 %.

In der Schweiz waren die am Morgen veröffentlichten Produzenten- und Importpreise ebenfalls klar hinter den Erwartungen zurück geblieben. Eine weitere Zinserhöhung sei damit wieder etwas in die Ferne gerückt, meinten Marktbeobachter.

Der SMI schloss um 0,45 % höher auf dem Stand von 5.78,4 Zählern, der breitere SPI gewann 19,9 Punkte (+0,50%) auf 3 978,3 Punkte. Von den Branchenwerten waren insbesondere Versicherungstitel (+1,8%) gesucht, wenig Kauflust verspürten die Anleger dagegen bei Energie- (-0,9%) und Bauwerten (-0,1%).

Bei den Bluechips stand bis Börsenschluss die Mehrzahl aller Titel im Plus. Unaxis (+1,5% auf 116,75 CHF) konnten ihre vormittäglichen Verluste wieder mehr als wett machen und gehörten zu den stärksten SMI-Werten. Die vorbörslich präsentierten Halbjahreszahlen des Konzerns waren trotz der Rückkehr in die schwarzen Zahlen hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hatten dem Titel am Vormittag Abgaben beschert. Zudem hatte Unaxis den Ausblick für das zweite Halbjahr 2004 nach unten revidiert.

Der Fokus der Anleger war klar auf die Versicherungsbranche gerichtet. Die Aktien der Zurich Financial Services AG (ZFS) notierten zwei Tage vor Publikation der Halbjahresergebnisse 1,8 % höher auf 173 CHF. Tagessieger Swiss Re rückten 1,9 % auf 69,95 CHF vor. Baloise (+0,8% auf 46,5 CHF) und Swiss Life (+1,3% auf 1132,75 CHF) konnten ebenfalls deutliche Gewinne verbuchen.

Swisscom kamen 0,7 % auf 410,00 CHF voran. Gegen Börsenschluss hatte die Österreichische Industrieholding AG (Öiag) bekannt gegeben, mit dem Schweizer Telekomunternehmen Gespräche über eine Beteiligung an der Telekom Austria geführt zu haben. Diese hätten vor dem Hintergrund der Prüfung verschiedener Privatisierungsalternativen stattgefunden, so die Öiag. Im Vordergrund stünden hierbei die Varianten des Verkaufs von 17 % der Anteile der Telekom Austria über die Börse sowie eine Lösung mit einem industriellen Partner.

Die hinteren Tabellenplätze waren am Berichtstag vor allem von zyklischen Titeln gebucht. Nach einer Rückstufung auf "underperform" durch Cspb verloren Ciba SC 0,1 % auf 76,9 CHF. Ebenfalls zurückgestuft wurde der Titel von UBS , auf "Neutral 2" von "Buy 2". Tagesverlierer ABB gaben 1,2 % auf 6,66 CHF ab und Syngenta schlossen minus 0,5 % auf 106 CHF.

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