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Aktien Zürich Schluss: SMI leidet unter Ölpreis und starkem Franken

Der Schweizer Leitindex SMI ist am Mittwoch mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die Wall Street habe schwächer eröffnet, der Ölpreis sei weiter gestiegen und der Schweizer Franken sei fester, sagten Marktbeobachter.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Leitindex SMI ist am Mittwoch mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die Wall Street habe schwächer eröffnet, der Ölpreis sei weiter gestiegen und der Schweizer Franken sei fester, sagten Marktbeobachter. Einziges positives Element: Die Schweizer Indizes hätten wenigstens leicht über ihren Tagestiefs geschlossen.

Der Swiss-Market-Index (SMI) notierte bei Handelsschluss 41,2 Stellen oder 0,76 Prozent tiefer auf 5 376,3 Zählern. Der breitere SPI ging 28,44 Punkte oder 0,70 Prozent auf 3 995,34 Einheiten zurück. Die deutlichsten Verluste erlitten Banken und Bauwerte mit minus 1,3 Prozent und minus 1,5 Prozent sowie Versicherungen mit minus 0,9 Prozent. Die Lebens- und Genussmittelindustrie verzeichnete dank Nestlé ein Plus von 0,3 Prozent.

Gegen verschiedene Banken war im Zusammenhang mit dem Parmalat-Skandal eine Sammelklage in New York eingereicht worden. Credit Suisse First Boston wird ebenfalls beschuldigt. Aktien der Mutter Credit Suisse Group hielten sich mit einem Verlust von 0,3% auf 40,25 Franken aber noch tapfer. UBS verloren mit 1,9% auf 85,90 Franken deutlicher. Julius Bär sanken um 1,8% auf 337,50 Franken.

Die jüngste Ausweitung der Ermittlungen des New Yorker Staatsanwalts Eliot Spitzer im Versicherungssektor lastete weiter auf den Versicherungswerten. Es sei derzeit überhaupt nicht absehbar, wie große Kreise die Affäre ziehen werde, sagte ein Händler. Jedenfalls sei die Versicherungsbranche sehr anfällig auf Imageverluste.

Baloise-Holding führten die Misere im Sektor mit einer Abgabe von 1,7% auf 47,05 Frankfort an. Zurich Financial Services AG (ZFS) (-1,3% auf 163,50 CHF) erging es kaum besser. Bei ZFS hatte die Nachricht über den Kauf des argentinischen Lebengeschäfts der ING Groep ebenso für Aufwind gesorgt wie die Bestätigung des Ratings durch S & P. Swiss verloren lediglich 0,1% auf 149,20 Franken. Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) gaben 0,2% auf 73,35 Franken ab.

ABB Ltd , am Vortag wegen eines Auftrags aus Russland noch Spitzenreiter, musste sich Gewinnmitnahmen gefallen lassen. Die Aktie sank um 1,3% auf 7,82 Franken.

Nestle SA (+0,4% auf 287 CHF) und Novartis AG (-1,1% auf 57,10 CHF) legen an diesem Donnerstag ihre Quartalsberichte vor. Roche verbilligten sich 1% auf 123,50 Franken. Vorbörslich wurde bekannt, dass der Basler Konzern mit Japan Tobacco ein Lizenzabkommen geschlossen hat.

Die Gewinnerliste war kurz. Synthes rückten 0,1% auf 133,60 Franken vor und machten damit nur einen kleinen Teil der Einbussen vom Dienstag wett. Bei Unaxis (+0,1% auf 98,55 CHF) wartet der Markt auf den Abschluss am Donnerstag. Bei Adecco (+1,1% auf 57,65 CHF) sorgte ein Interview von Unternehmenschef Jerôme Caille, der weitere operative Verbesserungen in Aussicht stellte, für einen positiven Schub. Die UBS sieht den Titel als überverkauft an und rechnet auf kurze Frist mit Kursen von wieder über 60 Franken.

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