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Aktien Zürich Schluss: SMI schwächer - Banktitel und Nestle belasten

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten lagen insgesamt im Rahmen der Erwartungen und waren deshalb ohne nachhaltigen Einfluss auf den Aktienmarkt, sagten Händler. Dagegen sei der von Gewinnmitnahmen geprägte Abwärtstrend durch den steigenden Ölpreis verstärkt worden.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten lagen insgesamt im Rahmen der Erwartungen und waren deshalb ohne nachhaltigen Einfluss auf den Aktienmarkt, sagten Händler. Dagegen sei der von Gewinnmitnahmen geprägte Abwärtstrend durch den steigenden Ölpreis verstärkt worden.

Bei den Bluechips haben vor allem die Kursrückgänge der Bankentitel sowie Nestle belastet. Am breiten Markt standen Tecan nach einer Gewinnwarnung und Converium nach Bestätigung der angekündigten Kapitalerhöhung im Fokus der Anleger. Der Swiss-Market-Index (SMI) verlor 61,3 Punkte oder 1,10 Prozent auf 5 511,3 Punkte. Der breitere SPI fiel um 44,07 Punkte oder 1,07 Prozent auf 4 078,94 Zähler. Unter den Branchen fielen die deutlichen Kursrückgänge der Bankentitel und Versicherungswerte auf.

Alle Bluechips schlossen unter Vortagesschluss. Die größten Verluste ginge dabei auf das Konto von Unaxis . Die Aktien gaben 2,7 Prozent auf 109,75 Schweizer Franken her. Kursbelastend wirkte zum einen, dass Goldman Sachs die Gewinnprognosen für europäische Halbleiter-Unternehmen gesenkt hat, sagten Händler. Zum anderen litt der Titel unter der gestrigen Umsatz-und Gewinnwarnung von Konkurrent Applied Films. ABB verloren 1,4 Prozent auf 7,62 Schweizer Franken. Kudelski hielten sich mit Abgaben von 0,6 Prozent auf 36,10 Schweizer Franken vergleichsweise gut.

Auch die Versicherungswerte weiteten im Handelsverlauf die Abgaben aus. Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) standen 1,8 Prozent auf 73,25 Schweizer Franken tiefer, Zurich Financial Services AG (ZFS) gaben 1,8 Prozent auf 179,25 Schweizer Franken her. Unterdurchschnittlich gaben dagegen Baloise-Holding 0,9 Prozent auf 48,75 Schweizer Franken und Swiss Life Holding 0,8 Prozent auf 149,50 Schweizer Franken ab. Die Bankentitel CSG und UBS AG litten immer noch unter den enttäuschenden Morgan-Stanley-Zahlen vom Vortag und verbilligten sich 1,3 Prozent auf 40,55 Schweizer Franken CHF bzw. um 1,6 Prozent auf 88,65 Schweizer Franken.

Givaudan setzten auch an diesem Handelstag den Abwärtstrend fort. Das Sentiment für die Konsumgüterindustrie habe sich verschlechtert, was die hoch bewerteten Givaudan-Aktien belaste, hieß es am Markt. Gestern konnte das Unternehmen durch den Rückkauf eigener Aktien den Kurs kurzfristig stützen. Dies sei nun aber nicht mehr möglich, da ab heute Donnerstag bis zur Vorlage des Drittquartalsergebnisses in zwei Wochen keine Aktienrückkäufe mehr zulässig sind, sagten Händler.

Nestle gaben 1,2 Prozent auf 286,50 Schweizer Franken nach und bewegten sich weiterhin nahe des Jahrestiefs. Die beiden anderen defensiven Indexschwergewichte verzeichneten unterdurchschnittliche Abgaben. Novartis AG verloren schwächten sich 0,5 Prozent auf 59,20 Schweizer Franken, Roche Holding AG verbilligten sich um 1,1 Prozent auf 130,50 Schweizer Franken. Tecan brachen nach einer erneuten Gewinnwarnung um 17,0 Prozent auf 29,80 Schweizer Franken. Weitere Enttäuschungen seien nicht auszuschliessen, hieß es am Markt.

Converium schlossen nach einem unruhigen Handelsverlauf um 1,5 Prozent leichter bei 19,90 Schweizer Franken. Der Rückversicherer teilte am Morgen mit, dass mit verschiedenen Parteien über strategische Partnerschaften oder Beteiligungen diskutiert werde. Am Vortag wurde am Markt über einen Einstieg des US-Financiers Warren Buffet bei Converium spekuliert.

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