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Aktien Zürich Schluss: Verluste abgebaut - Richemont im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag bis zum Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) seine Verluste ausgebaut. Nachdem die SNB meldete, die Zinsen um 0,25 % zu erhöhen, verringerten sich die Verluste. Der Zinsschritt fiel erwartungsggemäß aus. Die Aussichten der SNB betreffend des Wirtschafts-Wachstums (BIP) und der Inflationstendenzen sind zudem positiv ausgefallen.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag bis zum Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) seine Verluste ausgebaut. Nachdem die SNB meldete, die Zinsen um 0,25 % zu erhöhen, verringerten sich die Verluste. Der Zinsschritt fiel erwartungsggemäß aus. Die Aussichten der SNB betreffend des Wirtschafts-Wachstums (BIP) und der Inflationstendenzen sind zudem positiv ausgefallen.

Im späten Handel hätten sich die freundlichen US-Börsen unterstützend ausgewirkt, wie es hieß. So entlaste auch der sinkende Ölpreis den Markt, sagte ein Händler. Im Fokus der Anleger stünde der Eurex-Verfall am Freitag. Die Investoren dürften sich bis dahin mit größeren Positionen zurückhalten.

Der Schweizer Leitindex SMI verlor bis Börsenschluss 10,90 Punkte (-0,19%) auf 5 525,7 Stellen. Beim breiteren SPI betrug das Minus 6,94 Punkte oder 0,16 % auf 4 091,08 Zähler. Bei den Branchen standen die Baustoffwerte (-0,1%) leicht in der Verlustzone. Die Maschinenwerte verzeichneten deutliche Abgaben (-0,5%).

Bei den Bluechips standen in erster Linie Richemont in der Gunst der Anleger: Die Titel legten 4,6 % auf 35,15 Schweizer Franken zu. Mit den vorgelegten 5-Monats-Umsatzzahlen hat der Luxusgüterkonzern die Markterwartungen klar übertroffen. Obwohl sich das Umfeld laut der Bank Vontobel deutlich verbessert zu haben scheint, konnten Swatch (N-0,6% auf 33,55 CHF; I unverändert bei 164,25 CHF) nicht mitziehen.

Die deutlichsten Abgaben verzeichneten Lonza (-3,7% auf 55,65 CHF), nachdem die Deutsche Bank eine Verkaufsempfehlung abgegeben hat. Es seien keine kurzfristigen Maßnahmen für einen Turnaround in Sicht, die dem Aktienkurs Auftrieb verleihen könnten, lautete die Begründung. Auch die Csfb sieht für die Lonza-Aktie in den kommenden zwei bis drei Jahren kein Erholungspotential.

Größere Kursverluste verbuchten auch Nestle (-1,0% auf 292,50 CHF). Die Aktien wurden kürzlich von Morgan Stanley aus dem EU Model Portfolio gestrichen. Abgaben verzeichneten auch CSG , die im frühen Handel nach Spekulationen um den Verkauf der Winterthur noch zugelegt hatten. Am Markt wird gemunkelt, die Großbank könnte im dritten Quartal Rückstellungen für die US-Sammelklagen vornehmen. Auch Julius Bär (-1,0% auf 347,00 CHF) und UBS (-0,1% auf 88,75 CHF) gingen unter Vortagesniveau aus dem Handel.

Die Pharma-Schwergewichte bewegten sich uneinheitlich. Novartis gaben 0,3 % auf 59,15 Franken ab.. Roche sanken 0,2 % auf 126,50 Franken. Roche geht mit Protein Design Labs eine weltweite Zusammenarbeit zur Entwicklung und Vermarktung von Zenapax (Asthma) ein. Zudem gab es positive Nachrichten aus einem Vergleich zwischen Roches Pegasys und dem Standardpräparat lamivudine zu vermelden.

Zu den weiteren Gewinnern im SMI gehörten neben Richemont auch Swiss Life (+0,5% auf 150,25 CHF), Syngenta (+1,4% auf 111,75 CHF) oder Adecco (+0,1% auf 61,55 CHF).

Am breiten Markt gaben Helvetia Patria nach Halbjahreszahlen 0,6 % ab. Auch Converium (-2,8%) reihten sich bei den Verlierern ein.

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