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Aktien Zürich Schluss: Verluste ausgeweitet - kaum Gewinner

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag etwas schwächer geschlossen. Belastet hätten die unter den Erwartungen ausgefallenen US-Einzelhandelszahlen und der wieder ansteigende Ölpreis, hieß es am Markt. So sei der Hurrikan "Ivan" weiterhin eine Bedrohung für die Ölförderung im Golf von Mexiko, sagten Händler.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag etwas schwächer geschlossen. Belastet hätten die unter den Erwartungen ausgefallenen US-Einzelhandelszahlen und der wieder ansteigende Ölpreis, hieß es am Markt. So sei der Hurrikan "Ivan" weiterhin eine Bedrohung für die Ölförderung im Golf von Mexiko, sagten Händler.

Der Wirbelsturm hat auch die Rückversicherer wieder in den Blickpunkt der Anleger gerückt. Wegen dem Wirbelsturm ist Swiss-Re-CEO John Coomber nicht mehr sicher, ob Swiss Re das Ziel eines Combined Ratio von 96 % für 2004 erreichen wird. Die Aktie gab nach. Converium-Papiere erholten sich hingegen vom Kursverfall vom Vortag.

Der SMI verlor bis Börsenschluss 34,8 Punkte oder 0,62 % auf 5 538,5 Punkte, der breitere SPI ging um 22,62 Punkte (-0,55 %) zurück und lag bei 4 099,04 Zählern. Bei den Branchen gaben die Energietitel (-1,5 %) am stärksten nach, während sich die Elektrowerte (-0,2 %) noch am besten halten konnten.

Bei den Bluechips standen nur wenige Titel auf der Gewinnerseite. Lonza gewannen 0,8 % auf 299,00 Schweizer Franken. Adecco verteuerten sich um 0,2 % auf auf 61,70 Schweizer Franken und Swatch N standen 0,1 % auf 33,55 Schweizer Franken höher. Swatch wird von Csfb im Luxusgütersektor Richemont vorgezogen. Richemont verharrten bei 33,60 Schwiezer Franken.

Die Indexschwergewichte notierten in Rahmen des Marktes. Trotz Aufnahme von Roche (-0,2 % auf 126,25 Schweizer Franken) in den Dow Jones Sustainability Index konnte sich die Aktie bis Börsenschluss nicht im Plus halten. Novartis (-0,9 % auf 59,05 Schweizer Franken) hat in Grossbritannien die erweiterte Zulassung für das Medikament Femara zur Behandlung von Brustkrebs erhalten, was der Aktie auch nicht zu Kursgewinnen verholfen hatte. Nestle schliesslich tendierten 0,8 % tiefer bei 299,00 Schweizer Franken.

Schwach präsentierten sich auch die Versicherungswerte. Swiss Re (-0,7 % auf 75,45 Schweizer Franken) gehörten nach den skeptischen Äußerungen von CEO Coomber zu den größeren Verlierern bei den Bluechips. Baloise notierten 1,8 % auf 47,95 Schweizer Franken schwächer, und Swiss Life gaben 0,5 % auf 149,00 Schweizer Franken her. Auch ZFS (-0,5 % auf 184,50 Schweizer Franken) mussten die zeitweisen Kursgewinne im Handelsverlauf bis Handelsende wieder hergeben.

Auch die Technologiewerte standen nach den jüngsten Gewinnen wieder unter Druck. Unaxis fielen 1,3 % auf 113,00 Schweizer Franken zurück und Kudelski standen 1,7 % auf 37,50 Schweizer Franken tiefer.

Am breiten Markt erholten sich Converium vom Kurssturz am Montag und legten 7,8 % auf 19,40 Schweizer Franken zu. Die UBS hat das Kursziel des Titels auf 14 von 20 Schweizer Franken gesenkt. Gemäß Presseberichten wird Converium nun auch als Übernahmeobjekt gehandelt.

Noch größere Kursgewinne verzeichneten Isotis (+12,9 % auf 1,58 Schweizer Franken). In Marktkreisen kursieren Gerüchte, wonach Nobel Biocare Interesse am Biotech-Konzern bekunde. Isotis verfüge über ein interessantes Zahnknochenheilmittel, welches die Nobel Biocare-Palette ausgezeichnet ergänzen könnte, hieß es.

Jelmoli kletterten 0,6 % auf 1 569,00 Schweizer Franken, obwohl das Ergebnis die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Kuoni (-0,4 % auf 455 Schweizer Franken) fielen dagegen zurück. Der Reisekonzern hat Armin Meier zum neuen CEO und Nachfolger von Hans Lerch ernannt. Die Vontobel-Analysten sind überrascht, dass ein Externer an die Unternehmensspitze geholt wurde. Eine Beurteilung von Meier falle schwer, so die Vontobel-Analysten, er sei ein unbeschriebenes Blatt.

Zschokke legten nach Zahlen 0,2 % auf 571 Schweizer Franken zu und Edipresse notierten nach dem Halbjahresergebnis unverändert. Infranor Inter erhöhten sich nach Zahlen um 1,2 % auf 43 Schweizer Franken.

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