Archiv
Aktien Zürich Schluss: Verluste zum Wochenbeginn

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag deutlich im Minusgeschlossen. Bei geringem Handel belasteten erneute Terroranschläge in derTürkei und im Irak die Anlegerstimmung. Der Vorsitzende des irakischenRegierenden Rates, Essedin Salim, war am Morgen einem Bombenanschlag auf dasHauptquartier der US-Truppen getötet worden.

An der Konjunkturdatenfront war der US-Empire State Index für Mai zwar unterden Erwartungen des Marktes ausgefallen. Dies habe allerdings keine größereAuswirkungen auf die Aktienkurse gehabt, so ein Händler. Der nach wie vorrekordhohe Ölpreis, die akute Dollarschwäche bei nach wie vor bestehenden Zinsängsten und die unsichere Lage im Nahen Osten und im Irak überlagerten das Interesse an den aktuellen Konjunkturdaten.

Der SMI stand bei Börsenschluss um 17:30 Uhr 77,1 Punkte oder 1,36Prozent tiefer auf 5.607,9 Zählern, der breitere SPI schloss 55,48Punkte (-1,32%) leichter beim Stand von 4.132,8 Punkten. Bei den Branchenwertenwaren nur Negativnotierungen auszumachen. Die stärksten Verluste wiesenVersicherungs- (-3,3%), Baustoff- (-2,3%), Elekro- (-2,8%), sowieMaschinentitel (2,4%) aus. Bei den Bluechips gingen alle Titel mit Minusständen aus dem Rennen. SwissRe (-4,3% auf 78,1 Franken) gehörten nach Publikation desEmbedded Value (EV) 2003 für den Bereich Life&Health zu den am wenigstengesuchten Werten im SMI. Der EV war leicht unter den Erwartungen der Analystenausgefallen. Für das schlechte Abschneiden der Swiss Re-Aktien sei aber auchdas schwache operative Ergebnis von Konkurrent Hannover Re im ersten Quartalverantwortlich, hieß es.

Am heutigen Handelstag hatte allerdings die gesamte Versicherungsbrancheklar unter Druck gestanden. Zinssensitive Titel hätten zur zeit einen schweren Stand, meinten Marktbeobachter dazu. ZFS (-2,5% auf 189Franken), die am Mittwoch mit Quartalszahlen aufwarten, Swiss Life (-2,9% auf164,5 CHF) am Tag vor der Generalversammlung und Baloise (-3,8% auf 48,85 Franken) hatten denn bei den Anlegern auch wenig zu melden.

Tagesverlierer war aber Techwert Kudelski mit Abgabenvon 5,2 Prozent auf 33,9 CHF. Branchenkollege ABB musstenam Tag vor der Generalversammlung mit minus 3,4 Prozent auf 6,51 Frankenebenfalls Bluten. Clariant -CEO Lösser sorgte mit den Aussagen in einemInterview mit der "FuW", worin er darauf hinwies, dass der Turnaround "beiweitem" noch nicht geschafft sei, für Unmut bei den Käufern. Clariant schlossen 3,0 Prozent tiefer, auf 16,25 CHF.

Bei Swatch konnte VR-Präsident Hayek sen. mit Aussagen im Geschäftsbericht, wonach die Swatch Group damit rechne, im Geschäftsjahr 2004 wieder an die kraftvollen Zuwachsraten der wirtschaftlich guten Jahre anschließen zu können, allerdings auch nicht für bessere Laune bei den Anlegern sorgen. Sowohl Swatch Inhaber (-2,1% auf 164 Franken) als auch Swatch Namen (-2,3% auf 33,3 Franken)gehörten zu den schwächeren Titel des Handelstages.

Swisscom schlossen 1,7 Prozent auf 384 Frankenleichter. Von Seiten der Telekom Austria hatte es am Nachmittag geheißen, dassnoch kein Kaufangebot von Swisscom vorliege. Swisscom -CEO Jens Alder hatte unlängst anlässlich der Präsentationder Quartalszahlen ein erneutes Interesse am Österreichischen Anbieterbekräftigt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%