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Aktien Zürich Schwächer - Pharmaschwergewichte belastenDPA-Datum: 2004-07-16 18:09:04

(dpa-AFX) Zürich - Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Freitag in der Verlustzone. Nach einer schwachen Eröffnung erreichte der SMI am Nachmittag das Tageshoch von knapp 5.480 Punkten, drehte aber mit einer nachgebenden Wall Street am späten Nachmittag wieder ins Minus.

(dpa-AFX) Zürich - Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Freitag in der Verlustzone. Nach einer schwachen Eröffnung erreichte der SMI am Nachmittag das Tageshoch von knapp 5.480 Punkten, drehte aber mit einer nachgebenden Wall Street am späten Nachmittag wieder ins Minus.

Der etwas schwächer als erwartet ausgefallene Michigan-Index drücke etwas auf die US-Börsen. Der Handel verlaufe aber weiterhin in ruhigen Bahnen. Viele der Kursbewegungen entstünden rein zufällig, hieß es. Weiter sei derzeit ein allgemeiner Trend weg von defensiven Titeln auszumachen. Am Schweizer Markt mussten vor allem die beiden schwergewichtigen Pharmawerte Abgaben hinnehmen.

Der SMI < SMI.SFF > schloss um 17.30 Uhr 16,7 Punkte oder 0,30 Prozent tiefer auf 5.461,2 Stellen. Der breitere SPI < Sxge.SFF > gab 8,94 Zähler (-0,22%) auf 4.052,76 Punkte her. Bei den Branchen führten die Energiewerte (+0,7%) die Liste an, während die Chemiewerte (-0,9%) am meisten abgaben.

Die Pharmaschwergewichte Roche < RO.ZRH > < RHO.ETR > (-0,2% auf 124,00 Franken) und Novartis < Novn.ZRH > < NOT.FSE > (-1,7% auf 53,65 Franken) lasteten schwer auf dem Index der Bluechips. Novartis muss möglicherweise Konkurrenz von Bristol-Meyer fürchten. Der Wirkstoff BMS-354825 habe gute Ergebnisse gezeigt. Allgemein zeige sich ein Trend, defensive Titel zu verkaufen, hieß es am Markt.

Das dritte defensive Schwergewicht Nestle < Nesn.ZRH > < Nesn.FSE > (-0,1% auf 336,50 Franken) war dem Markt ebenfalls keine Hilfe. Derzeit läuft eine Untersuchung der italienischen Wettbewerbsbehörde, von denen auch die Nestle-Tochter Italia SpA betroffen ist. Untersucht wird, ob es zwischen Herstellern von Kleinkinder-Milchprodukten zu wettbewerbshemmenden Preisabsprachen gekommen ist.

Eine leichte Stütze für den Markt sind hingegen die beiden Grossbanken UBS < Ubsn.ZRH > < UBR.FSE > (+0,2% auf 83,05 Franken) und CSG < Csgn.ZRH > < CSX.FSE > (+0,7% auf 40,90 Franken). Die Citigroup zieht die Aktien der UBS < Ubsn.ZRH > < UBR.FSE > denjenigen der CSG < Csgn.ZRH > < CSX.FSE > vor. Julius Bär < Baer.ZRH > < BHZ.BER > verloren dagegen im Tagesverlauf 0,4 Prozent auf 341,50 Franken. Die übrigen Finanzwerte tendierten uneinheitlich.

Am stärksten büßten Swiss Re < Rukn.ZRH > < SCR.FSE > (-1,1% auf 74,20 Franken) ein und am deutlichsten im Plus standen Swiss Life (+1,9% auf 159,75 Franken). ZFS < Zurn.ZRH > < Zfin.FSE > verharrten bei 184,50 Franken. Die Bank Pictet hat das Kursziel für ZFS < Zurn.ZRH > < Zfin.FSE > angesichts der allfälligen Forderungen aus den USA < Indu.IND > < Compx.IND > im Umfang von 500 Millionen Dollar gesenkt.

Auf der anderen Seite des SMI-Tableaus standen dagegen Lonza < Lonn.ZRH > < LO3.BER > . Die Titel gaben 2,6 Prozent auf 57,35 Franken ab. Die negative Pressemeldung des Vortages über operative Probleme des Konzerns scheint noch nicht verdaut zu sein.

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