Archiv
Aktien Zürich Schwächer - SGS leiden unter GewinnmitnahmenDPA-Datum: 2004-07-13 18:33:03

(dpa-AFX) Zürich - Die Schweizer Indizes haben sich am Dienstag nach der Veröffentlichung der Zahlen zum US-Handelsbilanzdefizit leicht von ihren frühen Tiefwerten erholten, aber in der Verlustzone geschlossen. Im Vorfeld der nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen von Intel würden keine größeren Transaktionen mehr getätigt, hieß es am Markt.

(dpa-AFX) Zürich - Die Schweizer Indizes haben sich am Dienstag nach der Veröffentlichung der Zahlen zum US-Handelsbilanzdefizit leicht von ihren frühen Tiefwerten erholten, aber in der Verlustzone geschlossen. Im Vorfeld der nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen von Intel würden keine größeren Transaktionen mehr getätigt, hieß es am Markt.

Die am Nachmittag veröffentlichten Zahlen von Merrill Lynch fielen leicht unter den Erwartungen aus. Anleger würden deshalb die Ergebnisse von Citigroup vom kommenden Donnerstag abwarten, bevor sie weiter in Bankentitel investierten, hieß es am Markt. Zudem beobachteten Händler an den europäischen Märkten eine schleichende Umschichtung von defensiven Pharmatiteln und Aktien der Nahrungsmittelindustrie in zyklische Werte.

Der SMI < SMI.SFF > stand bei Handelsschluss um 17.30 Uhr 1,4 Punkte oder 0,03 Prozent tiefer auf 5.531,3 Stellen. Der breitere SPI < Sxge.SFF > verlor 2,72 Zähler (-0,1%) auf 4.102,07 Einheiten vor.

Tagesgewinner im SMI waren Kudelski < KUD.ZRH > < KUD.BER > (+4,3% auf 35,50 Franken). Die Aktie wurde von der UBS < Ubsn.ZRH > < UBR.FSE > auf "Buy" von "Neutral" heraufgestuft. Kudelski < KUD.ZRH > < KUD.BER > sei erfolgreich restrukturiert worden und das Bezahlfernsehen stehe vor einer starken Erholung, lautete die Begründung der UBS-Analysten. Zudem habe das Unternehmen neue Marktanteile gewonnen und seine Stellung im Markt verankert. Für weiteren Auftrieb dürfte das deutlich über den Erwartungen ausgefallene Quartalsergebnis von Philips gesorgt haben.

Auch ABB < Abbn.ZRH > < ABJ.FSE > stiegen 0,5 Prozent auf 6,66 Franken. Am Vortag hat das Unternehmen mitgeteilt, dass der Verkauf des Upstreamgeschäfts im OPG-Bereich für 925 Millionen Dollar abgeschlossen wurde. Erst die bezahlte Strafe über 16 Millionen Dollar nach der Abschlussuntersuchung letzte Woche ermöglichte endlich den Abschluss des Deals, schreibt Vontobel-Analyst Chris Burger. Obwohl der Verkauf unter Analysten als positiv beurteilt wird, wird der Verkaufspreis als enttäuschend bezeichnet.

Dagegen verbilligten sich SGS nach der Publikation der Halbjahreszahlen um 1,3 Prozent auf 694,00 Franken. Nach den Kursgewinnen der Vortage machten sich hier Gewinnmitnahmen bemerkbar.

Die Bankentitel wurden von den leicht enttäuschenden Quartalszahlen von Merrill Lynch etwas belastet. UBS < Ubsn.ZRH > < UBR.FSE > notierten 0,1 Prozent tiefer bei 85,60 Franken, CSG < Csgn.ZRH > < CSX.FSE > verloren 0,6 Prozent auf 42,60 Franken und Julius Bär < Baer.ZRH > < BHZ.BER > fiel um 0,1 Prozent auf 341,00 Franken zurück.

Clariant gaben 0,6 Prozent auf 17,40 Franken her. Das Chemieunternehmen hat die Sparte Lancaster Synthesis für rund 32 Millionen CHF an Johnson Matthey verkauft. Weiter wurde in der "FT Deutschland" darüber spekuliert, Clariant < CLN.ZRH > < Clrn.FSE > wolle das Geschäft mit Elektromaterialien für 500 Millionen Franken an die Carlyle Groupe abstoßen. Der Verkauf wurde in Analystenkreisen positiv aufgenommen. Clariant habe mit der kürzlich erfolgten Kapitalerhöhung ihre Verhandlungsposition verstärkt und an finanzieller und zeitlicher Flexibilität gewonnen, schrieben die Analysten der Bank Vontobel.

Weiter verloren Unaxis < Unax.ZRH > < OBH.FSE > 1,8 Prozent auf 133,25 Franken und Syngenta < Synn.ZRH > < SVJ.FSE > mit 1,2 Prozent auf 105,50 Franken. Gemäß einer technischen Analyse der ZKB besitze die Syngenta < Synn.ZRH > < SVJ.FSE > -Aktie aber noch weiteres Hausse-Potenzial.

Bei den Börsenschwergewichten zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Die Pharmawerte Novartis < Novn.ZRH > < NOT.FSE > (-0,1% auf 54,65 Franken) und Roche < RO.ZRH > < RHO.ETR > (-0,4% auf 124,75 Franken) gaben ab. Hingegen kletterten Nestle < Nesn.ZRH > < Nesn.FSE > um 0,5 Prozent auf 334,00 Franken.

Am breiten Markt büßten Jelmoli Namen 2,1 Prozent auf 329,00 Franken ein. Das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2004 lag mit 515,2 Millionen Franken massiv unter den Erwartungen der Analysten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%