Aktienfonds für deutsche Nebenwerte
Fondsmanager halten Verluste mit Substanzwerten in Grenzen

Die Manager von Aktienfonds für deutsche Nebenwerte haben den Neuen Markt abgeschrieben. Der DIT-Nebenwerte Deutschland kauft jetzt vornehmlich MDax-Werte, ähnlich auch der SM-Aktienfonds 1-BWK der Baden-Württembergischen Kapitalanlage.

HB/vwd FRANKFURT/M. Frank Hansen, verantwortlich für den DIT-Nebenwerte Deutschland, der noch bis März unter dem Namen dit Spezial 2 geführt wurde, investiert hauptsächlich in Werte aus dem MDax. "Mit Medion und Singulus haben wir nur zwei Unternehmen vom Neuen Markt", sagt der Fondsmanager. Eine Werteinbuße von 5,64 % brachte Hansens Fonds unter den Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt deutsche Nebenwerte auf Platz eins.

Der Nebenwertemarkt in Deutschland unterliege wesentlich geringeren Kursschwankungen als der Standardwerte-Index Dax und erst recht als das Wachstumssegment Neuer Markt, sagt Hansen. Dividendenstarke und gemessen am Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) günstige Nebenwerte würden vor allem in Phasen gekauft, wenn Anleger - wie seit längerem - keine allzu hohen Erwartungen an die Börse hätten. "Aber auch wenn die Märkte wieder anspringen, werden die Aktien kleiner Firmen profitieren", sagt der dit-Stratege. Momentan sieht er die Baufirmen falsch bewertet. Die Branche sei an ihrem zyklischen Tief angelangt. Im Schnitt liege das Kurs/Buchwert-Verhältnis unter eins. Deshalb seien die Aktien preiswert, sagt Hansen. Für aussichtsreich halte er besonders Bilfinger + Berger sowie Hochtief. Seine weiteren Favoriten seien Altana, Beiersdorf, Gehe und die Deutsche Börse.

Manager bürgen für Qualität

Eine Werteinbuße von 12,42 % reichte dem SM-Aktienfonds 1-BWK der Baden-Württembergischen Kapitalanlage zu Platz vier. Fondsberater ist die SM Wirtschaftsberatung in Sindelfingen. Laut Carsten Maser von der Firma investiert der Nebenwertefonds ausdrücklich nicht am Neuen Markt. "Wir verfolgen einen Substanzansatz und konzentrieren uns deshalb auf Aktien aus M-Dax, S-Dax und auf den amtlichen Handel. Das sind ausschließlich Firmen, deren Management wir kennen", sagt Maser. Dabei stehe die Auswahl chancenreicher Einzelwerte im Vordergrund.

Optimistisch gestimmt sei er auch für bestimmte Branchen, etwa Kfz-Zulieferer und den Konsumbereich. Bei den Zulieferern findet Maser den Autoverdeck- und Türscharnier-Hersteller Edscha interessant. Für Konsumwerte sei er optimistisch gestimmt, da er mit einem Anziehen der Verbrauchernachfrage spätestens nach der Bundestagswahl im September rechne. Gut geflien ihm auch die Aktien des Haushaltsgeräte-Produzenten Leifheit und der Kosmetik-Kette Douglas.

Quelle: Handelsblatt

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