Aktienfonds für Euroland
Konjunkturerholung als Anlagethema

Aktien aus den traditionellen Wirtschaftsbereichen zählen zu den aktuellen Favoriten. Werten aus den Bereichen Automobile, Chemie, Stahl und Maschinenbau trauen die Vermögensverwalter viel zu.

HB FRANKFURT/M. Dividendenzahlungen werden laut Fondsberater Berndt Maisch von BW Asset Consult in diesem Jahr für Aktionäre eine wichtige Rolle spielen. Wegen der begrenzten Kurschancen seien diese Erträge relativ wichtig. Seine Favoriten im BWK-Dividenden-Strategie-Euro würden über 3 % ausschütten. Der Fonds der Baden-Württembergischen Kapitalanlagegesellschaft begrenzt die Verluste durch die Konzentration auf Substanzwerte mit hohen Dividenden: Während der vergangenen zwölf Monate per Ende April führt das Produkt mit minus 3,32 % das Konkurrenzumfeld der 69 Euroland-Aktienfonds an.

Die anlegerfreundliche Dividendenstrategie sei eines der Hauptauswahlkriterien, erklärt Maisch. Deshalb habe er keine nennenswerten Investments in die Alcatels und Nokias der Euroland-Indizes getätigt, sondern die Wertentwicklung des Fonds durch die Beimischung von MDax-Werten aufgepeppt: "Wir hatten hier zeitweilig bis zu zwanzig Prozent der Fondsgelder investiert." Inzwischen seien jedoch nach der sehr guten Kursentwicklung Gewinne mitgenommen worden. Zu seinen MDax-Favoriten zählten noch die Aktien von Dürr, Salzgitter, Jenoptik, Vossloh und der Elektrowarenhersteller Loewe.

In erster Linie seien die Fondsgelder jedoch in unterbewertete Standardwerte aus der Eurozone investiert. Er setze jetzt auf Aktien aus den konjunktursensiblen Branchen wie Autos, Maschinenbau, Stahl und Chemie. Im Autobereich nennt Maisch VW-Vorzüge als Favoriten. Wegen des sukzessiven Anstiegs der Stahlpreise und der im Vergleich zu früheren Stahlzyklen niedrigen Kurse seien Thyssen-Krupp und die französische Arcelor mit jeweils rund 2 % und die österreichische Voest-Alpine mit 1 % hoch gewichtet.

Ein Verlust von 24,49 % bringt den Veri-Eurovaleur von der Fondstochter der Société Générale, Veritas, auf Platz 66. "Wir hatten im vergangenen Jahr die Technologie- und Telekomsektoren übergewichtet, was der Performance nicht gut tat", räumt Fondsmanager Markus Kaiser ein, der seit Oktober 2001 für den Fonds verantwortlich ist.

In der aktuellen Strategie spiele die erwartete Konjunkturerholung in Euroland eine zentrale Rolle. Die Aktienkurse dürften nach seiner Erwartung in der zweiten Jahreshälfte deutlich nach oben gehen. Zu den aktuellen Favoriten gehörten Auto- und Energiewerte. Dabei bevorzuge er Daimler-Chrysler und VW. Im Ölsektor setzt Kaiser nach seinen Angaben vor allem auf TotalFinaElf, die mit fast 5 % Anteil der wichtigste Einzelwert sei.

Nicht verzichten möchte er auf den stark unter Druck geratenen Telekomsektor, aus dem er die Deutsche Telekom und die spanische Telefonica mit jeweils knapp 4 % Fondsanteil bevorzuge. Die T-Aktie ist seiner Meinung nach zu stark ins Feuer der Kritik geraten. "Auf dem derzeitigen Niveau müsste die hohe Verschuldung im Kurs berücksichtigt sein", hofft der Aktienexperte. Bei Banken- und Versicherungstiteln sehe er wenig Kurspotenzial.

Quelle: Handelsblatt

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