Aktienfonds für europäische Standardwerte
Fidelity setzt sich mit Pro Sieben in Szene

Die Fidelity Funds Aggressive Fund-European geht davon aus, dass interne Veränderungen neue Chancen bieten. Der JP Morgan Fleming Funds Dynamic Fund-Europe sucht nach Firmen, die entweder sehr günstig bewertet sind oder die ein extremes Wachstumspotenzial aufweisen.

HB FRANKFURT/M. David Baverez orientiert sich bei der Zusammensetzung des Fondsdepots an keiner Index-Messlatte. Der Manager des Fidelity Funds Aggressive Fund-European der Fondsgesellschaft Fidelity Investments liegt mit seiner Ausrichtung auf die Einzelaktienauswahl auf dem ersten Rang im Konkurrenzumfeld. Er führt die Liste der 272 Aktienfonds für europäische Standardwerte dank eines Zwölfmonats-Wertzuwachses per Ende April von 7,07 % an.

Bei der Suche nach den passenden Firmen steht das Thema "Veränderung" im Mittelpunkt seiner Investmentstrategie, sagt Baverez. Zu den internen Veränderungen, die neue Chancen bieten könnten, zählt er Wechsel im Management, neue Strategien oder Innovationen. "Einen großen Betrag zur Wertentwicklung leistete Pro Sieben Sat-1 Media", sagt der Fidelity-Mann. Der Wert gehört seinen Angaben zufolge zu den größten Positionen des Fonds. Der Aktienkurs der deutschen Fernsehgesellschaft sei wegen der Möglichkeit einer Fusion mit der in Bedrängnis geratenen Kirch-Gruppe beträchtlich gefallen. Da die Fusion jedoch abgesagt wurde, sei der Kurs drastisch gestiegen.

Darüber hinaus profitierte der Fonds nach Angaben von Baverez vom Engagement in der italienischen Banca Populare di Novara, die ebenfalls zu den größten Fondspositionen zählt. Gut gefalle ihm auch Stada. Der Arzneimittelhersteller profitiere vom Trend zum verstärkten Einsatz von Generika. Aktien aus dem Konsumbereich seien mit rund 26 % stark berücksichtigt, ebenso Finanztitel mit knapp 20 %.

"Europäische Qualitätstitel derzeit sehr attraktiv bewertet"

Auch James Elliot von der britisch-amerikanischen Investmentgesellschaft JP Morgan Fleming Asset Management vertraut nach eigenen Angaben auf die Einzeltitelauswahl. Der JP Morgan Fleming Funds Dynamic Fund-Europe liegt mit einem Plus von 6,49 % auf Rang zwei. "Der Fonds hat im zweiten und dritten Quartal letzten Jahres von seiner eher defensiven Ausrichtung profitiert", erklärt Elliot.

Er suche nach Firmen, die entweder sehr günstig bewertet seien oder ein extremes Wachstumspotenzial aufwiesen. Viele europäische Qualitätstitel seien derzeit sehr attraktiv bewertet und eröffneten langfristig gute Investitionsmöglichkeiten.

Die rund 100 Einzeltitel gewichte er mit durchschnittlich 1 %. Er habe sie ausgewählt, "weil sie von den niedrigen Zinsen und der sich abzeichnenden Wirtschaftserholung profitieren". Mit jeweils 8 % gewichte er aktuell Chemie- und Bankenwerte, Titel aus der Baubranche mit 15 % und Minenunternehmen mit 10 %. Zu den wichtigsten Einzelwerten zählten die Finanztitel Unicredito und ABN Amro, das Logisitikunternehmen Stinnes und Bayer. Untergewichtet sei der Bereich Telekommunikation.

Quelle: Handelsblatt

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