Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt deutsche Nebenwerte
Konjunkturerholung stärkt MDax-Titel

Die erwartete Konjunkturerholung gibt gerade den Aktien mittelgroßer Firmen Auftrieb. Das glauben einige Manager für Nebenwertefonds. Relativ erfolgreich sind die Experten von Inka und Hansainvest. Sie überstanden den schwierigen Monat April ohne Verluste.

HB/vwd FRANKFURT/M. Fondsmanager Carsten Tripp favorisiert weiterhin konjunktursensible MDax-Unternehmen aus den Branchen Maschinenbau, Chemie und Stahl. "Obwohl die Aktien in den vergangenen Monaten bereits gut gelaufen sind, dürften sie im zweiten Halbjahr einen weiteren Schub bekommen", sagt der Manager des HSBC Trinkaus Spezial Inka. Mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ende April von 1,45 % belegt das von ihm gemanagte Produkt der HSBC-Trinkaus-Fondsgesellschaft Inka Rang drei unter 31 Aktienfonds für deutsche Nebenwerte.

Nach eigenen Angaben investiert Tripp ausschließlich in Aktien aus dem MDax, dem Index für mittelgroße Werte. In Titel aus der dritten Börsen-Bundesliga Smax werde nur in Sondersituationen investiert - etwa einige Monate vor dem sicheren Aufstieg eines Unternehmens in den MDax. Als Beispiele nennt Tripp den Generika-Hersteller Stada, der erst seit kurzem im MDax enthalten sei, und den Autozulieferer Leoni, dessen Wechsel in die höhere Klasse absehbar sei.

Einer der Gründe für das bessere Abschneiden des Fonds gegenüber dem Referenzindex: "Im Herbst vergangenen Jahres haben wir etwas aggressivere Positionen aus den typisch konjunktursensiblen Sektoren Maschinenbau, Chemie und Stahl aufgebaut. Die profitieren erfahrungsgemäß, was die Entwicklung in den vergangenen Monaten eindrucksvoll belegt hat, von einem konjunkturellen Aufschwung."

An dieser Ausrichtung halte er bis auf Weiteres fest und favorisiere Aktien wie Gildemeister, Krones, IWKA, Jungheinrich und Dürr, aus dem Chemiesektor Celanese sowie K + S (vormals Kali und Salz), auf der Stahlseite Salzgitter.

Auch Heiko Breiholz, Manager des siebtplatzierten Hansasecur ist "momentan voll auf den MDax ausgerichtet". Das Produkt der Fondsgesellschaft und Signal/Iduna-Tochter Hansainvest liegt mit einem Minus von 7,30 % auf Platz sieben.

Laut Breiholz betreibt das Fondsmanagementteam eine aktive Aktienauswahl ohne allzu große Orientierung an den Indexgewichtungen der Einzelwerte. Gegenüber dem Referenzindex habe man das größte Übergewicht bei Bauwerten wie Bilfinger Berger sowie Hochtief, im Chemie/Pharma-Sektor bei Beiersdorf und Altana.

Die Maschinenbau-Branche als Ganzes sei gegenüber dem MDax eher unterdurchschnittlich repräsentiert. "Doch Einzelwerte wie Buderus, Krones und Heidelberger Druck halten wir für aussichtsreich", erläutert der Fondsstratege. Die Aktie des Heizungsbauers Buderus werde weiter durch Übernahmephantasie getrieben, Krones sei fundamental unterbewertet, Heidelberger Druck sei auf dem Weg zum Weltmarktführer in ihrer Branche.

Von den momentan rund 40 Aktien befindet sich nach Angabe des Managers aus dem Segment Neuer Markt ausschließlich Technotrans im Portfolio. "Den Maschinenbauer würden wir wegen seiner Ausrichtung eher dem MDax zuordnen", sagt Breiholz.

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