Aktienfonds mit Schwerpunkt Biotechnologie und Pharma
Janus verschreibt sich Krankenhaus-Aktien

Die erfolgreichen Strategen aus den Häusern Janus und Allianz blicken eher hoffnungsfroh auf den Herbst. Bis jetzt beweisen sie immerhin Qualitäten als Verlustminimierer. Beide Adressen favorisieren solide Aktien aus den USA. Der eine bevorzugt Hospitalbetreiber, der andere setzt stark auf Pharmawerte.

HB/VWD FRANKFURT/M. Tom Malley setzt insbesondere auf Aktien amerikanischer Krankenhausbetreiber. Mit diese Ausrichtung konnte der Fondsmanager der Investmentgesellschaft Janus International seinen Verlust minimieren. Der von ihm betreute Janus World Funds - Global Life Sciences liegt mit einem Zwölfmonats-Wertabschlag von 24,46 % per Ende Juli im Konkurrenzvergleich weit vorne. Das Produkt belegt Platz zwei unter 93 Aktienfonds für Biotechnologie- und Pharmawerte.

Malley nennt als eine der Ursachen für die Fondswertverluste "unsere relativ hohen Beteiligungen im Biotechsektor". Er ergänzt aber: "Seit Anfang des Jahres haben wir die Allokation in diesem Segment halbiert und die meisten Unternehmen in einem frühen Entwicklungsstadium abgestoßen. Momentan liegt die Biotech-Gewichtung unter fünf Prozent."

Profitiert habe der Fonds von einer beträchtlichen Gewichtung von Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich der Gesundheitsbranche. Dementsprechend befänden sich unter seinen Topwerten amerikanische Hospitalunternehmen wie HCA Inc. und Health Management Associates Inc. Während HCA den Schwerpunkt auf wachsende städtische Zentren lege, konzentriere sich Health Management auf die kleineren Regionen und auf die Akquisition von Privatkrankenhäuser. Durch die alternde Bevölkerung erwartet Malley ein stetiges Umsatzwachstum, wovon seiner Ansicht nach auch das Unternehmen Tenet Healthcare Corp. profitieren sollte, dem er eine Führungsposition im Konsolidierungsprozess der Hospitalindustrie zuschreibt.

Der Allianz Pharma & Biotechnologie liegt mit einem Minus von 27,35 % auf Platz acht. Fondsmanager Christian Werner von der Allianz Kapitalanlagegesellschaft kommentiert die negative Marktentwicklung: "Der Gesundheitssektor konnte sich dem allgemeinen Börsentrend nicht entziehen. Außerdem haben verschiedene Faktoren wie Patentabläufe, Unsicherheiten bei Nachahmerprodukten und die gesunkene Produktivität in der Forschung und Entwicklung von Medikamenten die Firmen sehr belastet." Auch das strengere Zulassungsverfahren von neuen Präparaten durch die US-Zulassungsbehörde FDA spiele eine große Rolle.

Daher konzentriere er sich im wesentlichen auf etablierte Unternehmen mit solider Produktpipeline. Die größten Positionen seien die Pharmakonzerne Pfizer und Johnson & Johnson mit jeweils einem Gewicht von über 9 %. In Glaxosmithkline seien fast 7 % des Fondsvermögens investiert. Das Verkaufspotenzial dieser Unternehmen halte er für kalkulierbar und auch die Nähe zur Biotechnologie durch entsprechende Akquisitionen bewerte er als langfristigen Erfolgsfaktor.

Auf dieser Basis blickt Werner nach vorne: "Vor allem die amerikanischen Titel sind derzeit sehr günstig bewertet und im Herbst stehen traditionell wissenschaftliche Konferenzen ins Haus, die wieder für bessere Stimmung sorgen dürften."

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