Aktienfonds mit Schwerpunkt US-Standardwerte
Hansainvest zählt McDonalds und Merck zu Favoriten

Die Fondsgesellschaft Hansainvest setzt beim US-Geschäft auf defensive Titel. BB-Amerika-Invest orientiert sich an der Zusammensetzung des Dow Jones.

HB/vwd FRANKFURT/M. Trotz der dramatischen Kursrückgänge im Juli hält Fondsmanager Heiko Breiholz den US-Aktienmarkt weiter für überbewertet. Gemessen am Dow-Jones-Index liege die gesunde Marktbewertung derzeit im Bereich um 6 500 Punkte, so der Experte der zur Signal-Iduna-Versicherungsgruppe gehörenden Fondsgesellschaft Hansainvest. Optimistischer wird Breiholz indessen, wenn er weiter ins vierte Quartal blickt: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir bei den Unternehmenszahlen für das dritte Quartal eindeutige Verbesserungen sehen werden." Er setze im Hansa-amerika weiterhin auf defensive Dow-Jones-Titel aus den Bereichen Konsum und Pharma.

Dank eines vergleichsweise moderaten Zwölfmonats-Wertabschlages von 17,87 % per Ende Juni kommt der auf Rang vier unter 183 US-Aktienfonds für Standardwerte. Einen maßgeblichen positiven Beitrag zur Wertentwicklung des Fonds hat laut Breiholz die Währungsabsicherung geleistet, mit der er bis zu 95 % seiner Dollar-Bestände gegenüber dem Euro abgesichert hatte und so kaum von der jüngsten Schwäche des Greenback getroffen worden sei. Inzwischen habe er auf Paritätsniveau rund die Hälfte der Absicherung wieder rückgängig gemacht.

Als aktuellen Favoriten im Dow Jones nennt Breiholz die Hamburger-Kette McDonalds, die mit einem Anteil von knapp 6 % gleichzeitig das Portfolio-Schwergewicht darstelle. "Wir gehen davon aus, dass der Dollar weiter schwach gehen wird. Davon sollte McDonalds mit seiner weltweiten Ausrichtung sehr stark profitieren", erläutert der Fondsmanager. Interessant seien zudem der Chemiewert DuPont und nach dem deutlichen Kursrückgang das Pharmaunternehmen Merck. Zu den fünf größten Einzelwerten im Fonds gehörten auch die Technologietitel Hewlett-Packard sowie IBM, die nach Einschätzung von Breiholz ein erhebliches Kostensenkungspotenzial besitzen.

BB-Amerika-Invest setzt auf 3M

Mit einer Währungsabsicherung im Umfang von knapp 23 % konnte auch der BB-Amerika-Invest die Verluste auf der Währungsseite zumindest etwas abfedern, berichtet Fondsmanager Sven Krause von der zur Bankgesellschaft Berlin gehörenden Fondsgesellschaft BB-Invest. Ein Minus von 20,39 % bringt dieses Produkt auf Rang sieben.

"Der BB-Amerika-Invest orientiert sich in seiner Struktur an der Zusammensetzung des Dow Jones", informiert Krause. Entsprechend habe er mit 85 % des Fondsvolumens die 30 Werte des Börsenbarometers ungefähr mit ihrer Indexgewichtung im Portfolio berücksichtigt. Die größte Position sei mit einem Anteil von fast 8 % der Mischkonzern 3M. Es folgten der Konsumgüterproduzent Procter & Gamble mit knapp 6 % und IBM mit über 4 %.

Um bei Fondsmittelbewegungen flexibel agieren zu können, ergänze er diese Einzeltitel-Engagements um eine Kombination aus Kassenhaltung und dem Kauf von Futures auf den Dow Jones, so der Berliner Fondsexperte. Die Meinung zum Markt spielt Krause zufolge bei diesem Fonds eine relativ geringe Rolle. Von einer konjunkturellen Erholung in den USA dürften seiner Einschätzung nach eher Branchen der traditionellen Wirtschaft wie Automobile, Chemie oder Rohstoffe profitieren.

Quelle: Handelsblatt

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