Aktienkapital wird um zwei Milliarden Euro erhöht
Berlin stellt Kapitalerhöhung der Bankgesellschaft sicher

Das Land Berlin hat der Bankgesellschaft Berlin AG, Berlin, zugesagt, die für den Erhalt der Geschäftsbasis erforderliche Kapitalerhöhung des Konzerns in Höhe von zwei Milliarden Euro sicherzustellen. Zudem bekräftigte der Parion-Konzern seine Hilfsbereitschaft für die Bankgesellschaft.

vwd/rtr BERLIN. Die erforderlichen Beschlüsse zur Kapitalerhöhung werden auf der Hauptversammlung am 29. August getroffen. Damit werden auch notwendige Kapitalmaßnahmen bei Tochtergesellschaften, unter anderem der Berlin Hypothekenbank AG, -Hannoverschen mit abgedeckt werden, heißt es in der Mitteilung.

Das Restrukturierungskonzept des Vorstands biete die Grundlage für die zukunftsorientierte Planung der Bankgesellschaft, erläutert das Institut. Der Aufsichtsrat begrüße die vom Vorstand vorgetragene stärkere Spezialisierung und konsequente Ertragsorientierung. Der Schwerpunkt der Aktivitäten werde in Zukunft in einer Stärkung des Retailgeschäfts, vornehmlich in der Region Berlin/Brandenburg, liegen. Das Wholesalegeschäft werde auf ertragsstarke Produkte unter besonderer Berücksichtigung der Kapitalbindung konzentriert. Das gewerbliche Immobiliengeschäft werde - dem allgemeinen Markttrend folgend - konsolidiert, das Neugeschäft werde unter konservativen Risikogesichtspunkten zurückgenommen.

Auch der Parion-Konzern bekräftigtre seine Bereitschaft bekräftigt, sich an einer Kapitalerhöhung zu beteiligen. Man halte an der Zusage fest, allerdings seien eine Reihe von Voraussetzungen noch nicht erfüllt, sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Peiner am Montag in Köln, ohne dies näher auszuführen. Noch in dieser Woche werde man Verhandlungen hierüber mit dem Berliner Senat als Mehrheitsaktionär der Bank aufnehmen. Der Aufsichtsrat der Bankgesellschaft hatte am Sonntag das vom Vorstand erarbeitete Sanierungskonzept begrüßt.

Peiner legte auf der Bilanz-Pressekonferenz der Versicherungsgruppe Wert auf die Feststellung, dass die 7,5-prozentige Beteiligung an der Bankgesellschaft nicht von Parion, sondern zweier ihrer Versicherungsgesellschaften gehalten werde (Gothaer Lebensversicherung mit 4,1 Prozent, Gothaer Versicherungsbank mit 3,4 Prozent). Von Parion könnte man deshalb nicht als einem Großaktionär sprechen. Finanziell sei eine Beteiligung an einer etwaigen Kapitalerhöhung machbar.

Peiner bekräftigte, dass bei Parion die Bankgesellschaft mit rund 300 Millionen DM bewertet sei. Sie mache aber weniger als ein Prozent der gesamten Kapitalerträge aus. Die Vertriebskooperation von Parion mit der Bankgesellschaft werde von den künftigen Entscheidungen des Sanierungsplans nicht berührt, betonte Peiner. Die Verträge über den Vertrieb von Lebensversicherungen durch Parion-Gesellschaften über die Bankgesellschaft liefen noch bis 2006.

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