Aktienkurs fällt
Telia legt schwache Halbjahrsbilanz vor

dpa STOCKHOLM. Der teilprivatisierte schwedische Telekommunikationskonzern Telia hat im ersten Halbjahr 2000 zwar um 69 % höhere Gewinne als in den ersten sechs Monaten 1999 erzielt, bei Aktionären und Analysten aber dennoch Kritik ausgelöst. Wie das Unternehmen mitteilte, betrug der Gewinn vor Steuern 3,9 Mrd. Kronen (897 Mill. DM/457 Mill. Euro) nach 2,3 Mrd. Kronen im selben Zeitraum des Vorjahres. Nach Abzug einmaliger Einnahmen durch den Verkauf von Beteiligungen für zwei Mrd. Kronen lag der Gewinn jedoch unter dem des letzten Jahres. Der Umsatz stieg um 3,4 % auf 26 Mrd. Kronen. Die Stockholmer Börse reagierte auf die Veröffentlichung der Zwischenbilanz mit einem Kursfall der Aktie von 7 % auf 69 Kronen.

Nach einer im letzten Augenblick gescheiterten Fusion mit dem norwegischen Telenor-Konzern hatte die schwedische Regierung das Unternehmen zu 30 % privatisiert und dabei mehr als eine Million Aktienkäufer in der Bevölkerung Schwedens mit insgesamt 8,5 Mill. Einwohnern gefunden. Unmittelbar nach der Ausgabe der Aktien für je 85 Kronen stieg der Kurs auf knapp unter 100 Kronen, sank aber seitdem beständig. Als wichtigsten Grund neben den international ähnlichen Tendenzen wie etwa bei der Deutschen Telekom nannten Analytiker am Mittwoch in Stockholm eine zögerliche und für den Markt unklare Telia-Strategie nach der gescheiterten Fusion mit Telenor.

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