Aktienkurs fällt zeitweise auf neues Jahrestief
Edel Music senkt Ergebnisprognose für Gesamtjahr

Die Edel Music AG hat ihre Ergebnisprognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2000 nach unten korrigiert und umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt.

Reuters HAMBURG. Statt eines ursprünglich geplanten Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 90 Mill. DM werde nun ein bereinigtes Ergebnis von 23,5 Mill. DM erwartet, teilte eine Sprecherin des Musikunternehmens am Freitag mit. Dagegen werde mit einem voraussichtlichen Gesamtjahresumsatz von mehr als 1,15 Mrd. DM das geplante Ziel von 1 Milliarde DM Umsatz übertroffen werden.

Die Aktien des Musikunternehmens wurden am Freitag von HSBC Trinkaus & Burkhardt auf "Halten" von "Kaufen" herabgestuft. Das geplante Ziel für das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 23,5 Mill. DM für das Gesamtjahr liege unter den Analystenerwartungen von 27,3 Mill. DM, teilte das Bankhaus am Freitag mit.

Am Donnerstag nach Börsenschluss hatte Edel mitgeteilt, es habe in den ersten neun Monaten des Jahres nach Abschreibungen auf Akquisitionen ein nicht bereinigtes Ergebnis vor Steuern und Zinsen nach US-GAAP in Höhe von minus 9,7 Mill. DM gegenüber minus 1,8 Mill. DM im Vorjahr erzielt. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 164 % auf 754,6 Mill. DM. Das EBITDA-Ergebnis sei in den ersten neun Monaten des Jahres auf 20,9 Mill. DM von 8,5 Mill. DM im Vorjahreszeitraum gestiegen. Den Angaben zufolge wurde das EBITDA-Ergebnis um Währungsverluste in Höhe von 7,9 Mill. DM bereinigt.



Finanzvorstand Michael Diedereich geht

Edel music gab am Donnerstag zudem das Ausscheiden von Finanzvorstand Michael Diedereich zum Ende des Jahres und eine umfangreiche Umstrukturierung des Unternehmens bekannt. Da die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft die geplanten Gewinnprognosen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreichen werde, entwickle edel gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm. Zudem erfolge eine Umstrukturierung des hinter den Erwartungen zurückgebliebenen US-Labels Edel America und der argentinischen Tochtergesellschaft, hieß es weiter. Im kommenden Jahr wird sich der Vorstand den Angaben zufolge auf die Konsolidierung der Akquisitionen konzentrieren und nicht profitable oder investitionsintensive Geschäftsbereiche veräussern.

Die Aktien des Unternehmens büßten bis zum Freitagnachmittag 0,49 % auf 12,10 Euro ein, nachdem sie zwischenzeitlich ein neues Jahrestief von 11,90 Euro erreicht hatten.

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