Aktienkurs rutschte ins Minus
IWKA wuchs im Halbjahr auch ohne Zukäufe deutlich

Der Maschinenbaukonzern legte bei den Erlösen um 19 Prozent zu.

Reuters KARLSRUHE. Der Karlsruher Maschinen- und Anlagenbaukonzern IWKA AG ist im ersten Halbjahr des laufenden Jahres intern und durch Zukäufe kräftig gewachsen. Der Umsatz habe um 45 % auf 1,04 Mrd. DM zugelegt, gab das Unternehmen am Donnerstag in Karlsruhe bekannt. Dabei habe IWKA auch ohne die zahlreichen Zukäufe des Vorjahres die Erlöse noch um 19 % ausgeweitet. Der Jahresüberschuss des Konzerns sei im Halbjahr vor allem durch die kräftig gestiegene Zinslast um 10,9 % auf 8,4 Mill. Euro gesunken. Für 2000 bekräftigte der Konzern seine Erwartungen. Der Aktienkurs rutschte nach zeitweiligen Zugewinnen wieder ins Minus.

Das interne Wachstum sei im Halbjahr von allen Regionen getragen worden, teilte IWKA weiter mit. Am stärksten habe der Konzern in Nordamerika zugelegt, wo mittlerweile 28 % der Umsätze erwirtschaftet würden. Der Auftragseingang sei im Halbjahr überwiegend akquisitionsbedingt um rund 20 % auf 1,05 Mrd. Euro gestiegen. Das Unternehmen hatte in den vergangenen anderthalb Jahren über 20 Firmen zugekauft.

Zur Ertragsentwicklung erläuterte ein Firmensprecher, der Konzern habe durch den Verkauf der Wehrtechniksparte an den Rheinmetall-Konzern ein außerordentliches Ergebnis von 34,1 Mill. Euro ausgewiesen. Ohne diesen Sonderertrag wäre der Jahresüberschuss negativ gewesen. Insbesondere hohe Zinszahlungen und erstmalige Firmenwertabschreibungen hätten den Gewinn im Halbjahr belastet. IWKA hatte seine Einkauftour des Vorjahres überwiegend fremdfinanziert. Außerdem hätten die Integration zweier erworbener Firmen und die Probleme bei der Tochter Ex-Cello den Gewinn nach unten gedrückt. Des Weiteren gebe es hohe Kosten für den Wiedereintritt der Tochter KUKA Roboter in den nordamerikanischen Markt.

Aus den selben Gründen werde sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) auch im Gesamtjahr spürbar verringern, erwartete der Konzern. Im Halbjahr war diese Ertragskennzahl noch um 8,2 % auf 19,8 Mill. Euro nach oben geklettert. Beim Überschuss solle aber der Vorjahreswert von 31,4 Mill. Euro wieder erreicht werden, bekräftigte IWKA frühere Prognosen. Umsatz und Auftragseingang sollen auf jeweils rund 2,1 Mrd. Euro wachsen.

An der Börse erlebte die IWKA-Aktie am Donnerstag nach der Bekanntgabe der Zahlen eine Berg- und Talfahrt. Kurzzeitig fielen sie sogar auf einen neuen Jahrestiefststand. Nach einer kurzen Erholung lagen die Titel bis gegen 11.20 Uhr wieder mit 0,36 % im Minus bei 13,70 Euro.

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