Aktienkurs steigt
Novartis hofft auf Blockbuster Starlix

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag auch in Europa die Zulassung für das Diabetesmedikament Starlix erhalten. Das Medikament zur Behandlung der Typ-2 Diabetes ist bisher bereits in den USA, der Schweiz und in Brasilien zugelassen, wie Novartis weiter mitteilte.

rtr BASEL. Novartis traut dem Medikament zu, ein so genannter Blockbuster zu werden, wie Jörg Reinhard, der Chef der Pharmaentwicklung am Donnerstag im Gespräch mit Reuters sagte. "Wir glauben, dass Starlix das Potential für einen Jahresumsatz von mehr als einer Mrd. Franken hat", sagte er. In den USA sei das Medikament gut aufgenommen worden.

Die Novartis-Aktie stieg an der festen Schweizer Börse bis gegen Mittag um 2,3 % auf 2711 sfr.

Starlix basiert auf einer vor Jahren von der japanischen Ajinomoto Co Inc. übernommenen Lizenz. Die Weiterentwicklung sei von Novartis allein vorgenommen worden. Ajinomoto hat die Vertriebsrechte für Japan, im Rest der Welt liegen die Rechte bei Novartis.

Für Novartis soll Starlix ein wichtiger Wachstumsträger werden. Das Unternehmen will in den kommenden zwölf Monaten fünf neue Medikamente auf den Markt bringen. Damit soll das Wachstum des Pharmaumsatzes auf den Industriedurchschnitt und in den Jahren 2002 und 2003 darüber angehoben werden.

Keine Suche nach neuen Indikationen

Weltweit leiden schätzungsweise 125 Mill. Menschen an dieser Form der Diabetes, darunter 21 Mill. ?päer. In den wichtigsten europäischen Ländern hat Novartis mit Merck KGaAeinen Kooperationsvertrag für die gemeinsame Vermarktung und Verkaufsförderung des Medikaments.

Merck hatte mit Glucophage ebenfalls ein Mittel gegen Typ-2 Diabtes, bei dem im September der Patenschutz auslief. Dennoch habe Merck einen Umsatz von mehr als zwei Mrd. ? mit dem Medikament erzielt, sagte Reinhardt.

Völlig neue Indikationen für Starlix suche Novartis nicht, sagte Reinhard. Es solle aber erforscht werden, ob das Mittel den Ausbruch der vollen Diabetes hinauszögern könne. Ergebnisse könnten in drei bis fünf Jahren vorliegen. Falls sich in diesem Bereich eine Indikation ergebe, werde der Kreis der potentiellen Patienten noch einmal deutlich zunehmen.

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