Aktienkurs stürzte um bis zu 51 Prozent ins Minus
Onlinevermarkter Ad Pepper senkt Prognosen für 2000

Weil es seit Oktober eine unerwartet große Zurückhaltung bei den Werbeausgaben im Internet gibt, korrigierte das Unternehmen seine Prognosen am Mittwoch nach unten. Der Aktienkurs stürzte daraufhin um bis zu 51 Prozent ab.

Reuters NÜRNBERG. Die am Frankfurter Neuen Markt notierten Aktien der Ad Pepper media International NV haben am Mittwoch zeitweise über 50 % an Wert verloren, nachdem der Online-Werbevermarkter seine Erwartungen für das laufende Jahr heruntergeschraubt hatte. Das Papier, dessen Notierung zunächst vom Handel ausgesetzt worden war, fiel anschließend um 51 % auf 5,31 Euro und lag am frühen Nachmittag mit 6,40 Euro um 40,7 % unter dem Vortagesschluss. Statt einem zum Börsengang prognostizierten Umsatz von 23 Mill. Euro für das Jahr 2000 erwartet ad pepper nun für das Gesamtjahr einen Umsatz von 16 Mill. Euro. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde sich nicht wie geplant auf 4,5 Mill. Euro, sondern auf 7,5 Mill. Euro belaufen, hieß es.

Das Nürnberger Unternehmen mit rechtlichem Sitz in Amsterdam begründete seine geringeren Erwartungen damit, dass das vierte Quartal überraschend schlecht ausfallen werde. Seit Oktober sei eine für die Saison unübliche Zurückhaltung bei Werbeausgaben im Internet festzustellen, teilte der Onlinevermarkter am Mittwoch mit. Daraus habe sich ein Preisdruck am Markt ergeben. In den ersten drei Quartalen hat sich der Umsatz von Ad Pepper auf 9,6 Mill. Euro von 1,2 Mill. Euro verachtfacht. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg den Angaben zufolge auf Grund der Expansion in Europa und den USA gleichzeitig auf 4,7 (0,9) Mill. Euro.

Für das kommende Jahr rechnet Vorstandschef Ulrich Schmidt mit steigenden Umsätzen und einem rückläufigen Verlust. Als Konsequenz aus dem schwächeren Geschäft kündigte er jedoch personelle Veränderungen in einigen Ländern und eine Änderung der Vertriebsstrukturen an.

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