Aktienkurs von T-Online sinkt
Telekom-Konkurrenz begrüßt Internetpauschale

dri/som BERLIN/DÜSSELDORF. Die Aktien von Deutscher Telekom und T-Online haben gestern mit Kursverlusten auf die neuste Entscheidung der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation reagiert. Danach muss die Telekom den Zugang zu ihrem Telefonnetz ab Februar allen Internet- und Onlinediensten für eine Monatspauschale anbieten. Den Preis dieser so genannten Großhandels-Flatrate bestimmt allerdings die Telekom. Außerdem untersagte Scheurle ein Rabattsystem der Telekom, das bisher ausschließlich ihrer Tochter T-Online zugute gekommen sei.

Scheurles Entscheidung wurde von Telekom - und Internetdienstleistern außer der Deutschen Telekom sowie von den Wirtschaftsverbänden einhellig begrüßt. Mit der Grundsatzentscheidung sei der Wettbewerb im Zukunftsmarkt Internet auf dem richtigen Weg, sagte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes VATM, in dem sich die neuen Telekomunternehmen zusammengeschlossen haben. Problematisch bleibe jedoch, dass die Unternehmen bis Februar weiter mit Planungsunsicherheit und Preisdumping der Telekom leben müssten.

Telekom-Vorstand Gerd Tenzer bezeichnete Scheurles Vorgehen als "Fehlentscheidung". Die Telekom werde gezwungen, erhebliche Investitionen in das herkömmliche Telefonnetz zu leiten, anstatt sie für den Ausbau eines breitbandigen Hochgeschwindigkeitsnetzes nutzen zu können.

Analysten erwarten nun schwere Zeiten für die Telekom. "Das ist Gift in einem Umfeld, in dem die Telekom ohnehin mit rückläufigen Margen zu kämpfen hat", meint Rainer Raschdorf von der DG Bank. "Da geht es um Millionenbeträge", vermutet Theo Kitz vom Bankhaus Merck-Finck. Negativ fällt auch das Urteil über T-Online aus. Die Telekom-Tochter hängt nach Meinung der Analysten zu sehr am Tropf der Konzernmutter.

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