Aktienkurse an der Wall Street tendieren uneinheitlich
Boeing profitiert von guten Prognosen

Schon vor Börsenbeginn hatte sich die Stimmung an den Technologiebörsen verdüstert: Level 3 Communications teilte mit, das Ergebnis werde im Gesamtjahr 2001 niedriger als erwartet ausfallen. Der Telekomausrüster will deshalb 1 400 Stellen streichen.

mba NEW YORK. Die Papiere fielen um 20 % und zogen auch die Telekomkonzerne Nortel und JDS Uniphase mit minus 14 % in die Verlustzone. "Weitere Gewinnwarnungen werden wohl folgen", fürchtet Peter Boockvar, Händler bei Miller Tabak & Co.

Der Dow-Jones-Index legte am Montag 0,20 % zu. Der S&P-500-Index notierte dagegen bei minus 0,49 %. Der Nasdaq-Composite-Index gab 1,96 % nach. Getragen wurde das Plus im Dow vor allem von General Motors (plus 4,5 %). Vorstandschef Richard Wagoner hatte in Interviews die Hoffnung auf einen Turnaround des Konzerns geweckt. Daneben legten Einzelhandelstitel zu. Prudential Securities hatte erklärt, ihr Absatz könne bei sinkenden Zinsen steigen. Costco Wholesale stiegen 3 %, Sears Roebuck 2 % und Wal Mart 1 %.

Gegen den Trend bei Technologiewerten verzeichneten Halbleiteraktien Gewinne. Salomon Smith Barney sieht sie an der Talsohle angekommen. Das Schlimmste sei überstanden, so eine Studie. Intel stiegen 1 %, Applied Materials 2 % und Lam Research 4 %.

Neue Hoffnung für die Übernahmepläne durch General Electric beflügelten die Aktien von Honeywell mit plus 3 %. Am Montag kamen Gerüchte auf, die europäische Wettbewerbskommission könnte der Fusion doch noch zustimmen.

Von einer positiven Umsatzprognose profitierten die Papiere des Flugzeugherstellers Boeing mit plus 1,5 %. Boeing geht im Geschäft mit zivilen Flugzeugen von einem jährlichen Anstieg des Absatzes von 4 bis 5 % aus. Das langfristige konsolidierte Wachstum werde 15 % pro Jahr betragen, sagte Boeing-Chef Harry Stonecipher am Montag auf einer Luftfahrtschau bei Paris.

Wenig amüsiert verfolgen Anleger den Sparkurs des Unterhaltungskonzerns Walt Disney . Die Ankündigung, 500 Stellen in Vergnügungsparks zu streichen, quittierte die New Yorker Börse mit minus 2 %. Langfristig sollen weitere 3 500 Stellen abgebaut werden.

Dagegen legten die Aktien des größten US-Rindfleischproduzenten IBP um 31 % zu. Ein Gericht hatte entschieden, der US-Geflügelhersteller Tyson Foods sei verpflichtet, IBP zu übernehmen. Tyson hatte sein Kaufangebot im März zurückgezogen und IBP den Bruch von Abmachungen vorgeworfen. Das Gericht entschied, Tyson habe alle nötigen Informationen für die Übernahme gehabt. Tyson fielen 17 %.

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