Aktienkurse von E-Commerce-Anbietern legen zu
Internet in USA für Weihnachtseinkäufe immer beliebter

Für die diesjährigen Weihnachtseinkäufe setzen die Verbraucher in den USA zunehmend auf das Internet. Vor allem Digitalkameras und Spielzeug würden online geordert, berichtete am Montag (Ortszeit) das Internet-Unternehmen BizRate.com, das auf seinen Seiten Preisvergleiche und den direkten Kontakt zu den jeweiligen Verkäufern bietet.

afp NEW YORK. Beim als Startschuss für die Festtagssaison geltenden vergangenen Thanksgiving-Wochenende seien per Internet im gesamten Land 395 Millionen Dollar (876 Millionen Mark/448 Millionen Euro) ausgegeben worden. Dies seien 26 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Der "normale" Einzelhandel konnte dagegen nur ein Plus von 2,3 Prozent verzeichnen. Angesichts dieser guten Nachrichten schnellten die Kurse der E-Commerce-Anbieter an der Börse in New York nach oben.

"Der Weihnachtseinkauf per Internet scheint besser gestartet zu sein als erwartet», analysierte das Bankhaus Merrill Lynch die Zahlen vom vergangenen Wochenende. Das Thanksgiving-Wochenende markiert in den USA traditionsgemäß den Startschuss für den Weihnachtshandel und erlaubt Rückschlüsse darüber, wie die Geschäfte bis zu den Festtagen laufen werden. Dabei zeichnete sich ab, dass die Amerikaner ungeachtet der Rezession zumindest per Internet weiter einkaufen wollen.

Vor allem Eltern wollen offenbar ihre Kinder nichts von der allgemeinen Verunsicherung spüren lassen: Die Online-Nachfrage nach Spielzeug stieg am Thanksgiving-Wochenende der Erhebung von BizRate zufolge um 69 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der Website des Preisvergleich-Anbieters selbst waren neun von zehn angefragten Artikeln digitale Fotoapparate.

Die Online-Anbieter profitieren nach den Terroranschlägen offensichtlich davon, dass für Einkäufe über das weltweite Datennetz die Wohnung nicht verlassen werden muss. "Offenbar werden die großen E-Commerce-Anbieter vom diesjährigen Weihnachtsgeschäft deutlich stärker porofitieren als im vergangenen Jahr", prognostizierten die Experten von Morgan Stanley. Dies registrierten auch die Anleger, die die entsprechenden Titel nachfragten: Der Kurs des Internet-Buchhändlers Amazon explodierte am Montag regelrecht und stand zum Handelsende mit knapp 35 Prozent im Plus. Das Internetportal Yahoo legte um 15 Prozent zu. Seine E-Commerce-Umsätze stiegen am Thanksgiving-Wochenende um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei solchen Zahlen kann der "normale" Einzelhandel nur staunen. Er machte nach einer Studie der Scheckabrechnungsfirma Telecheck am Thanksgiving-Wochenende nur ein Plus von 2,3 Prozent. Das entsprach - trotz Rezession und schlechten Wetters - in etwa den Zuwachsraten in den vergangenen Jahren.

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