Aktienmärkte
Uneinheitliche Schlusstendenz in Europa

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Händler sprachen angesichts der Urlaubszeit von "dünnen" Umsätzen. An vielen Börsen sei der Aktienhandel richtungslos und ruhig verlaufen, hieß es.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz gab bis zum Abend um 0,4 % auf 4942 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,5 % auf 5212 Punkte ab.



London: FTSE-Index von Banken getragen

Beflügelt von den Gewinnen bei den Chemie- und Bankenwerten ist der FTSE-100-Index an der Londoner Börse um 0,15 % auf 6390,7 Punkte gestiegen. Der Handel sei ausgesprochen ruhig und richtungslos verlaufen, sagte ein Börsianer. Gewinne bei den Chemie- und Pharmawerten hätten die Abschläge bei den Telekomaktien wettgemacht, hieß es. Zu den Gewinnern zählten im Bankenbereich HSBC, die sich um 3,5 % verbesserten. Hintergrund der Aufwärtstendenz seien positive Kommentare von führenden Investmentbanken gewesen, hieß es. Die Aktien des internationalen Nachrichten- und Informationskonzerns Reuters legten nach Vorlage der Zahlen für das erste Halbjahr um 4,3 % zu.



Zürich: SMI-Index hält 8000er Punkte-Marke

Die Schweizer Börse hat sich über der psychologisch wichtigen Marke von 8000 Punkten halten können und gut behauptet geschlossen. Händler sprachen von einem ruhigen Markt, der von Gewinnen bei den Schwergewichten Novartis und Nestle , CS Group sowie guter Nachfrage nach Swatch profitierte. Der SMI der Standardwerte ging 5,5 Punkte oder 0,07 % höher bei 8014,7 Punkten aus dem Handel.



Paris: CAC-Index etwas leichter

In Paris tendierte die Börse etwas leichter, der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen verlor 0,6 % auf 6463,91 Punkte. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien des Automobilherstellers Peugeot. Das Papier schwächte sich um 4,6 % auf 225,9 Euro ab. Peugeot hatte am Montag seine Halbjahreszahlen vorgelegt. Pinault-Printemps büßten 2,3 % auf 224,0 Euro ein, nachdem der Einzelhändler seine Zahlen ausgewiesen hatte.



Mailand: Mib30-Index mit leichtem Aufschlag

Der MIB30-Index stieg um 0,1 % auf 47 877 Punkte. Die Aktien des Energieunternehmens ENI setzten ihren Aufwärtstrend vermindert fort und verteuerten sich um 0,2 %. Am Montag hatte Eni einen Ölfund im Kaspischen Meer gemeldet. Zeitungsberichten vom Dienstag zufolge steht Eni kurz vor dem Abschluss eines Gas-Geschäfts im Iran. Die Aktien des Automobilherstellers Fiat, der nach Börsenschluss seine Zahlen vorlegte, gaben um 0,46 % auf 28,16 Euro nach.



Madrid: Ibex-Index von Telefonica belastet

An der Börse in Madrid verringerte sich der Ibex-35-Index um 1,1 % auf 10 714,6 Punkte. Händler führten die Abschläge auf die Verluste beim Indexschwergewicht Telefonica zurück, das sich um 2,2 % ermäßigte. Händler erklärten den Abwärtstrend mit der allgemeinen Schwäche bei den europäischen Telekomwerten. Zudem steht am Mittwoch ein Treffen des Verwaltungsrats des Telekomunternehmens an, bei dem es nach Ansicht von Händlern zu einem Führungswechsel kommen könnte. Die Börsenaufsicht wirft Telefonica-Chef Juan Villalonga Insiderhandel vor. Nun werde am Markt spekuliert, dass Villalonga seinen Platz eventuall räumen müsse, sagten Händler.



Amsterdam: AEX-Index kaum verändert

An der Amsterdamer Börse haben sich die Kurse behauptet. Der AEX-Index ermäßigte sich um moderate 0,06 % auf 683,15 Zähler. Eine Unterstützung für den Index liegt Analysten zufolge bei 676 Punkten, ein erster Widerstand bei 686 Zählern. Zu den Gewinnern zählten die Aktien der Fluggesellschaft KLM mit einem Plus von 4,4 % auf 31,85 Euro. Das Unternehmen hatte zuvor seine Quartalszahlen präsentiert und einen günstigen Ausblick für das Gesamtjahr gegeben. Baan kletterten um knapp vier Prozent auf 2,65 Euro, was Händler auf spekulative Käufe zurückführten.



Wien: ATX-Index etwas niedriger

Die Wiener Börse hat etwas leichter geschlossen. Geprägt war der Handelstag nach Angaben von Börsianern durch Gewinnmitnahmen bei Bank Austria (BA). Die Aktien der BA, die am Montag nach Bekanntwerden der Integration in die HypoVereinsbank(HVB) knapp zehn Prozent gestiegen waren, hatten bis 57,0 Euro nachgegeben, erholten sich aber wieder und schlossen auf 60 (60,30) Euro. Das Volumen lag mit knapp über einer Million Stück in Einzelzählung aber weit unter dem Rekord von 3,3 Mill. am Montag. Der 21 Werte umfassende ATX schloss auf 1147,12 (1150,03) Punkte.



Brüssel: BEL20-Index gut behauptet

In Brüssel stieg der Bel20-Index um 0,27 % auf 3039,62 Punkte. Händler sprachen von einem insgesamt ruhigen Geschäft. Von 20 gehandelten Werten gingen elf mit Aufschlägen und acht mit Abschlägen bei einem unveränderten Titel aus dem Markt. Zu den Verlierern zählten die Aktien der Einzelhandelsgruppe GIB, die sich um 3,82 % auf 37,51 Euro ermäßigten. Im Verlauf waren sie sogar um neun Prozent gefallen. GIB verkauft die restlichen Anteile an der Supermarktkette GB an den französischen Handelskonzern Carrefour.



Stockholm: OMX-Index schwach

Die Stockholmer Börse schloss schwach. Der OMX-Index ermäßigte sich um gut ein Prozent auf 1345,80 Zähler. Börsenschwergewicht Ericsson gab vier Kronen auf 180,50 Kronen ab und belastete damit den Gesamtmarkt. Ebenfalls auf der Verlierseite ragten die Aktien des Mobilfunkanbieters NetCom mit einem Minus von 21 Kronen auf 609 Schwedischen Kronen heraus. Bereits am Montag war die Aktie um zehn Prozent gefallen. NetCom bietet für das Telekomunternehmen SEC. SEC verbilligten sich um zwei Kronen auf 52 Kronen.

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