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Aktienmärkten fehlt der Rückenwind

An der Wall Street eröffnet der Aktienmarkt mit wenig Schwung. Anstehende Wirtschaftdaten überschatten die Börseneröffnung. So werden an diesem Freitag, vor der Eröffnung des Marktes, die Arbeitsmarktdaten für den Mai gemeldet. Investoren dürften Käufe im Vorfeld der Daten auf Eis legen. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass die heute gemeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung erneut über den Erwartungen lagen. Während die Analysten mit einem 410.000 Anträgen rechneten, stieg das Niveau in der vergangenen Woche auf 419.000.

Spannend wird es heute und morgen für DuPont, Wal-Mart und Novellus Systems - die Konzerne stellen sich der Analystenwelt. Bei der UBS Warburg geht man davon aus, dass Novellus Systems die Prognosen heute nach Börsenschluss nach unten revidieren muss. Der Chip-Maschinenbau leidet weiterhin an einem stark nachlassenden Geschäftsumfeld. Auch bei den Aktien von DuPont sollten Investoren nicht im Vorfeld des morgen anstehenden Treffens kaufen. Der Chemiekonzern hatte erst letzte Woche eine Ertragswarnung ausgesprochen und dürfte die Tagung nutzen um detailliert über die Problematik des Marktumfelds zu sprechen. Der Wert könnte bis auf 37 Dollar sinken und wird weiterhin nur mit "halten" eingestuft. Freuen dürften sich wiederum die Aktionäre von Wal-Mart. Der weltgrößte Einzelhandelskonzern wird von dem Brokerhaus Lehman Brothers erneut zum aggressiv kaufen empfohlen. Es sei davon auszugehen, dass das Ertragswachstum des Giganten auch in den kommenden Jahren die Wachstumsraten der Konkurrenz in den Schatten stellen wird.

Die gestern von 3M abgehaltene Analystenkonferenz bekommt an der Wall Street nur einen kleinen Applaus. Wenn auch die langfristigen Wachstumsaussichten positiv bleiben, gebe es kurzfristig anhaltende Unsicherheitsfaktoren, zieht Goldman Sachs Bilanz. Gemessen an dem KGV von 24 für 2001, dürfte die Aktie in unmittelbarer Zukunft ein nur begrenztes Potential haben. Negative Analystenkommentare überschatten an diesem Donnerstag ebenfalls den Finanzsektor.

Die Investment Bank J.P. Morgan hat die Gewinnschätzungen für Goldman Sachs gesenkt. Da die erhoffte Erholung des Marktumfelds im zweiten Halbjahr zunehmend in Frage gestellt werden müsse, sei auch die Ertragslage nicht mehr gesichert. Bei Merrill Lynch hält man zwar an den Gewinnerwartungen fest, hält die Aktie jedoch für zu hoch bewertet.

Bei den Hightechs fällt die Nachrichtenlage erneut uneinheitlich aus. Während die Aktien des Auftragsherstellers von Elektrokomponenten von der Credit Suisse zum Kauf empfohlen wird, häufen sich die schlechten Nachrichten in der PC Industrie. Nach Sun Micro, warnt nun auch Tech Data vor dem international nachlassenden Umfeld. Das Unternehmen ist der zweitgrößte PC-Vertriebskonzern in den USA und gilt daher als Indikator für den Geschäftsverlauf der Branche. Das Management warnte, dass das Ergebnis im laufenden Quartal nicht die Schätzungen der Analysten erreichen wird.

Eine ebenfalls wenig erfreuliche Nachricht kommt von dem PC-Hersteller Gateway. In einer neuen Kampagne plant Gateway die Preisangebote der Konkurrenz in jedem Bereich zu unterbieten. Damit dürfte der Druck auf die Gewinnmargen branchenweit zunehmen. Ein schlechtes Ohmen für die gesamte Branche. Das Management hat im Zuge der gemeldeten Kampagne jedoch die Prognosen für das zweite Quartal und zweite Halbjahr bestätigt.

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